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Nordsee: Preis-Schock an der Küste – der Grund ist klar

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

Viele Deutsche nutzen die entspannte Corona-Situation aus, um ein paar ruhige Urlaubstage an der Nordsee zu verbringen.

Doch bei der Ferienhaus-Buchung dürfte der ein oder andere Urlauber stutzig geworden sein. Denn so einige Unterkünfte an der Nordsee und auch Ostsee sind plötzlich teurer! Was steckt dahinter?

Nordsee und Ostsee: Preise für Ferienhäuser angestiegen

Die Zahlen sind deutlich: Jeder vierte Ferienhaus-Vermieter in Schleswig-Holstein hat seine Preise erhöht – um durchschnittlich sechs Prozent! Das fand der Deutsche Ferienhausverband heraus, als er im April eine deutschlandweite Umfrage mit rund 10.000 Vermietern durchführte.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Der Hauptgrund dahinter heißt, wie so oft in letzter Zeit: Corona. Zwar dürfen die Küstenregionen wieder Touristen empfangen, aber natürlich müssen die Unterkünfte auch den geltenden Hygiene-Auflagen entsprechen.

85 Prozent der befragten Vermieter gaben an, dass die Endreinigung und die Schutzvorkehrungen in Pandemie-Zeiten deutlich „intensiver“ seien. Zudem mussten zusätzliche Maßnahmen wie flexible Stornobedingungen, kontaktlose Schlüsselübergaben oder digitale Gästemappen eingeführt werden. Und das kostet eben Geld.

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Nordsee: Renovierungsarbeiten im Lockdown

Doch es gibt noch einen weiteren Grund für die Preissteigerung. Denn während die Urlauber während des Lockdowns ausblieben, haben einige Vermieter die Situation genutzt – und in den leerstehenden Ferienhäusern aufwendige Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt.

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Das teilte Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin beim Ferienhausverband, gegenüber dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) mit.

Kaum Entlassungen – und trotzdem Existenznot?

Die Nordsee war bereits im Corona-Sommer 2020 ein beliebtes Urlaubsziel. Daher wundert ist nicht, dass die Ferienhaus-Branche in Schleswig-Holstein besser durch die Krise kam als andere Regionen Deutschlands. 21 Prozent der Vermieter meldeten einen gleichbleibenden oder sogar gestiegenen Jahresumsatz – und Personalentlassungen gab es nur bei weniger als 30 Vermietern.

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Dennoch spricht mehr als die Hälfte der Ferienhaus-Vermieter – in Schleswig-Holstein wie in ganz Deutschland – von Existenzbedrohung. Der Grund: Die Corona-Hilfen des Bundes seien bislang wenig erfolgreich gewesen. Ganze 87 Prozent der Vermieter im nördlichsten Bundesland fühlen sich „nicht ausreichend unterstützt“.

Für alle Urlauber, die nicht zu tief in die Tasche greifen wollen, gibt es jedoch auch eine gute Nachricht: Rund 71 Prozent der Vermieter wollen die Preise für ihre Ferienhäuser auch in Zukunft nicht anheben. (at)