Nordsee: Dieses Phänomen sorgt für große Augen bei Wissenschaftlern – „Wie seit 1975 nicht mehr“

Nordsee: Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel
Nordsee: Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel
Foto: imago images

Die Nordsee gehört weltweit zu den fischreichsten Meeresgebieten. Tiere wie Makrelen, Kabeljau, Schellfisch, Seelachs und viele weitere lassen sich im Wattenmeer finden.

Somit ist die Nordsee mitunter der Hauptgrund, weshalb wir im Norden unsere leckeren Fischbrötchen genießen können. Aber einem Bewohner der See gefällt der vielseitige Fischbestand anscheinend besonders.

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Nordsee: Es gibt immer mehr Seehunde

Und zwar dem Seehund. Der Bestand des quirligen Nordseebewohners ist nach Schätzungen von Experten stabil. Die Zahl wird im Wattenmeer auf 41.700 Tiere geschätzt, wie das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilte. Das stellt einen Anstieg von 2,2 Prozent zum Vorjahr dar.

Die Wissenschaftler fliegen zweimal im Jahr die Küsten ab und zählen die Seehunde auf den Sandbänken aus der Luft. Die Forscher gehen aber davon aus, dass sich während der Zählung etwa ein Drittel aller Seehunde unter Wasser befindet. Die eigentliche Gesamtzahl erfolgt also durch Schätzung.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Bei den Zählungen verbuchten die Forscher zuletzt neue Höchstwerte. Im Wattenmeer und auf Helgoland wurden im August 28.352 Seehunde gezählt. So viele wie seit 1975 nicht mehr. Bei den Jungtieren gab es mit 9.954 Tieren ebenfalls einen Rekordwert.

Je nach Erhebungsregion unterscheiden sich die Zähl-Ergebnisse. Demnach wurden im schleswig-holsteinischen Wattenmeer 23 Prozent mehr Seehunde (10.746) gezählt, während die Zahl im benachbarten dänischen Teil um 16 Prozent zurückging (2256). In Niedersachsen und Hamburg beobachteten die Forscher einen Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zu 2019. Auch auf Helgoland wurde ein Rückgang festgestellt. Dort wurden 136 Tiere gezählt – das sind nur gut halb so viele wie vergangenes Jahr (minus 47 Prozent).

Nordsee: Das Rätsel

Gründe für Abweichungen können nach Angaben der Experten etwa unterschiedliche Erhebungszeiträume, Wetterbedingungen oder die Wanderung der Tiere zwischen Regionen sein.

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Der Seehund-Nachwuchs gibt den Experten noch Rätsel auf. Die Zahl der neugeborenen Seehunde steigt bei den Zählungen von Jahr zu Jahr. Allein 2020 wurden während der Wurfperiode im Juni drei Prozent mehr Tiere gesichtet – insgesamt fast 10.000 Tiere.

Dass ist außerdem verwunderlich, da der Bestand bei einem nahen Artverwandten und zwar der Kegelrobbe in der Ostsee laut Wissenschaftler sinkt. Die Geburtenrate sank im Jahr 2020 von 2 auf 0,5 Prozent. (MOIN.DE berichtete)

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Die Zunahme der Seehunde trägt aber wohl nicht zu einem Wachstum des Gesamtbestandes bei. Wo die zusätzlichen Seehunde herkommen ist ein Mysterium.

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Zur Nachprüfung, bedarf es weiteren Studien, sagte die Sprecherin des Wattenmeersekretariats, Annika Bostelmann. Aus den bisherigen Erkenntnissen, ist keine Erklärung dieser Entwicklung möglich. (dpa/pag)