Nordsee: Motorboot gibt den Geist auf – und wird zu einer Bedrohung auf dem Meer

Zwei Männer wollten mit ihrem Motorboot in die Nordsee raus und wurden plötzlich zur Gefahr für den Schiffsverkehr (Symbolbild)
Zwei Männer wollten mit ihrem Motorboot in die Nordsee raus und wurden plötzlich zur Gefahr für den Schiffsverkehr (Symbolbild)
Foto: imago images/YAY Images

Was für ein Schock für zwei Männer, die am Donnerstag in der Nordsee mit ihrem Boot rausfuhren!

Als plötzlich die Ruderanlage ausfiel, begann für die zweiköpfige Besatzung der Albtraum, denn sie konnten das Boot in der Nordsee nicht mehr steuern.

Nordsee: Boot droht in einen vielbefahrenen Schifffahrtsweg zu treiben

Rund 74 Kilometer nördlich der ostfriesischen Insel Borkum waren die beiden Männer den Kräften der See hilflos ausgeliefert und wurden so eine Gefahr für den Schiffsverkehr.

Denn die kritische Lage der beiden Norweger spitzte sich immer mehr zu. Mit jeder Welle wurde das Motorboot in einen vielbefahrenen Schifffahrtsweg nordwestlich des Offshore-Windparks Borkum getrieben.

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Männer senden Notsignal raus

Der Seegang lag bei bis zu vier Metern und südwestlichem Wind der Stärke 6 – das sind bis zu 49 Stundenkilometer. Sie sendeten gegen 13.45 Uhr über den internationalen Notruf- und Anrufkanal ein „Mayday“. Zu ihrem Glück wurde dieser von der umliegenden Schifffahrt aufgefangen, die sofort die Seenotleitung Bremen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) informierte.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Fläche der Nordsee beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • die Nordsee ist bis zu 700 Meter tief
  • die mittlere Tiefe der Nordsee beträgt 95 Meter

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Schließlich alarmierten die Wachleiter die Seenotretter der Station Borkum, die dann mit dem Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ zum Havaristen ausliefen.

Seenotretter bringen manövrierunfähiges Motorboot in Sicherheit

Gleichzeitig bat die Seenotleitung Bremen die in der Nähe befindlichen Schiffe um Mithilfe. Doch dann gab es ein weiteres Problem: Die genaue Position des manövrierunfähigen Motorbootes war unklar. Glücklicherweise entdeckte die Besatzung eines niederländischen Flächenflugzeuges gegen 15 Uhr das Boot.

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Die Besatzung sicherte das Motorboot und stellte eine Leinenverbindung her. Anschließend übernahmen die Seenotretter den Havaristen und schleppten ihn samt der beiden aufgewühlten Norweger sicher nach Borkum in den Hafen. Da sind die beiden Männer noch einmal mit mit dem Schrecken davon gekommen. (oa)