Nordsee und Ostsee: Alle stürmen an die Küste – droht das komplette Chaos?

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

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An diesem Wochenende kommt an der Ostsee und Nordsee einiges zusammen: Unfassbar gutes Wetter, wie gehabt das 9-Euro-Ticket und für viele ist es auch noch ein langes Wochenende durch den Fronleichnam-Feiertag im Süden.

Da ist der Ansturm auf den Norden groß. Alle wollen in den Urlaub. Aber wie steht es um die Regionen an der Ostsee und Nordsee? Wird das komplette Chaos ausbrechen?

Nordsee und Ostsee im Fokus der Urlauber

Ein schöner Anblick für die Kurdirektoren und Tourismuschefs im Norden: die Buchungszahlen und die Anzahl der Tagesgäste machen sehr zufrieden. In vielen Regionen Schleswig-Holsteins sind die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen fast komplett ausgebucht, wie eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag ergab.

Für die gute Buchungslage gibt es mehrere Gründe: Nicht zuletzt der Fronleichnam-Feiertag in den südlichen Bundesländern, der die Menschen in den schönen Norden lockt. Aber auch das angekündigte warme Wetter spielt eine Rolle. Was dagegen weitgehend in den Hintergrund rückt, ist das 9-Euro-Ticket im Nahverkehr.

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10 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Nordsee und Ostsee: So ist die Lage in Scharbeutz

In Scharbeutz ist die Stimmung gelassen. „Am Samstag soll das Wetter richtig schön werden. Das ist der erste heiße Tag im Jahr bei uns. Und das ist es bei uns immer alles voll. Für uns ist das Business as usual“, sagte Bettina Schäfer, Bürgermeisterin von Scharbeutz.

Das 9-Euro-Ticket habe bislang keine gravierenden Auswirkungen auf die Auslastung in der Lübecker Bucht. „Wer letztes Jahr mit dem ICE hier war, tut das auch dieses Jahr. Die Reise aus dem Süden ist mit dem Regionalverkehr ja eher beschwerlich.“

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In Scharbeutz ist auch in diesem Jahr wieder die Strand-Ampel aktiv. In Corona-Zeiten sollten so unter anderem die Abstände sichergestellt werden. Nun ist sie ein Instrument der Besucherlenkung und hilft den Touristen weiter auf der Suche nach einem Strand mit ausreichend Platz. „Jeder kann so nun gucken, wie voll die Strände sind.“

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Es herrscht gelassene Stimmung an Nordsee und Ostsee

Auch der Kurdirektor im benachbarten Travemünde, einem Stadtteil von Lübeck, hat keine Sorge vor größeren Schwierigkeiten wegen eines Besucheransturms. Im Gegenteil. „Brückentage sind für uns ja immer Höhepunkte und bisher hat das immer alles reibungslos geklappt. Die kommenden Tage sind nicht anders als sonst, wenn viele Menschen zu uns kommen“, sagte Uwe Kirchhoff.

Das 9-Euro-Ticket sei hingegen vielmehr eine Entlastung - zumindest für den Verkehr auf den Straßen. „Viele unserer Konzepte fußen darauf, dass die Gäste mit Bus und Bahn anreisen.“ So sollen die Besucher künftig mit ihrer Kurkarte den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. „Für mich ist das 9-Euro-Ticket eine schöne Sache, weil es zeigt, dass es eine Alternative zum Auto gibt.“

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Nordsee und Ostsee: Noch ist hier Platz

In St. Peter-Ording an der Nordsee sind die Unterkünfte ebenfalls sehr gefragt. „Wir sind gut gebucht, aber nicht ausgebucht. Wir liegen etwa bei 90 Prozent“, sagte Kurdirektorin Katharina Schirmbeck.

Wegen eines möglichen Ansturms seien keine besonderen Vorkehrungen getroffen worden. „Wir sind ja Profis und deshalb natürlich gut vorbereitet.“ Auch Schirmbeck freut sich über jeden Einzelnen, der mit Bahn anreist, weil das auch den Verkehr entlastet. „Das machen aber nur wenige. Wir sehen nicht, dass das durch das 9-Euro-Ticket zugenommen hätte.“

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In Büsum läuft die Saison bereits seit Jahresbeginn „ausnahmslos gut“, wie Tourismuschef Oliver Münch sagte. „Wir haben deutlich über 90 Prozent Belegungszahlen bei den Vorbuchungszahlen und bei den Tagesgästen sieht es gut aus. Damit haben wir wieder Vor-Corona-Niveau erreicht und liegen teilweise auch schon drüber.“

Kurzfristige Buchungen seien dennoch immer möglich. Für das Wochenende erwarte man keine größeren Belastungen für den Ort an der Nordsee. Negative Auswirkungen oder gar Chaos erwartet dagegen keiner der Experten. (lfs mit dpa)