Nordsee und Ostsee: Experten warnen vor plötzlicher Gefahr – sie betrifft alle Urlauber

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

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Aktuell strömen Massen von Feriengästen an die Nordsee und Ostsee. Kein Wunder, die Urlaubssaison ist in vollem Gange – und Corona-Lockerungen versprechen so richtig entspannte Tage an der Küste.

Wer sich an die Nordsee und Ostsee aufmacht, muss sich allerdings auf eine Gefahr einstellen, die nahezu alle Reisenden betrifft – Experten warnen eindringlich.

Nordsee und Ostsee: Ungebetene Gäste auf den Straßen

„Besonders im ländlichen Straßenverkehr ist Vorsicht geboten“. verkündet der Deutsche Jagdverband (DJV).

Denn die aktuelle Statistik des Verbandes zeigt deutlich, dass Wildunfälle auf den Straßen im Norden zugenommen haben. Mehr als 90 Prozent der Kollisionen sind auf Rehe zurückzuführen, offenbaren die Zahlen.

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Neben zahlreichen Urlaubern sind jeden Morgen berufstätige Autofahrer auf den Straßen im Norden unterwegs. Das Risiko für Unfälle mit Beteiligung von wilden Tieren steigt also erheblich. Der DJV warnt: „Reh, Hirsch und Wildschwein folgen weiterhin ihrem natürlichen Rhythmus und sind vor allem in den Morgen- und Abendstunden auf den Läufen.“

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Nordsee und Ostsee: Eindringliche Warnung

Die Tiere haben ihre winterlichen Notreserven aufgebraucht, heißt es. Nun tummeln sich vor allem Pflanzenfresser vermehrt an Straßenrändern, um frisches Grün und Streusalzreste abzustauben.

Ein weiterer Grund für ein erhöhtes Aufkommen von Wild in der Nähe von Straßen in Urlaubsregionen seien zudem Revierkämpfe. Junge Böcke werden vertrieben und halten sich somit abseits ihrer sicheren Reviere auf.

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Der DJV appelliert an alle Verkehrsteilnehmer in der Dämmerung besonders auf Landstraßen, an Feldern und in Waldgebieten vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren.

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Verhaltenstipps bei einem Wildunfall:

  • Taucht Wild am Straßenrand auf: abblenden, hupen und kontrolliert bremsen. Rehe, Hirsche und Wildschweine sind meist nicht allein unterwegs, also Vorsicht!
  • Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidbar, Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. Unkontrollierte Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben. Auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Nach einem Unfall: Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle absichern. Das Tier, sofern möglich, mit Handschuhen bergen und an den Randstreifen schaffen, damit keine Folgeunfälle passieren. Eigene Sicherheit beachten!
  • Ein verletztes Tier weder berühren noch verfolgen oder gar mitnehmen: Verletzungsgefahr für den Menschen und Todesangst für das Wildtier. Wer sich Wild aneignet, macht sich zudem der Wilderei schuldig, Strafanzeige droht.
  • Unfall unverzüglich der Polizei melden – auch wenn das Tier geflüchtet ist. Tierschutz geht vor. Bescheinigung über den Wildunfall aus-stellen lassen. Das ist wichtig für den Schadensersatzanspruch.

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„Die hohe Zahl der Wildunfälle ist ein Ergebnis des Verkehrsaufkommens, das seit den 1970er Jahren um das 4-fache gestiegen ist“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Professor Jürgen Ellenberger. Möglichkeiten für Tiere, Straßen sicher zu überqueren stelle zudem ein Problem dar, der Verband sieht dringenden Handlungsbedarf seitens des Bundes.

Da sich abzeichnet, dass Wildunfälle an der Nordsee und Ostsee weiterhin in hoher Zahl vorkommen, ist allen Verkehrsteilnehmern zu erhöhter Vorsicht geraten. (wip/dpa)