Nordsee: Menschen säubern Strände – und machen schockierende Funde

Menschen sind geschockt von vielen Funden an der Nordsee (Symbolbild).
Menschen sind geschockt von vielen Funden an der Nordsee (Symbolbild).
Foto: picture alliance / Zoonar | Kay Augustin (bearbeitet)

Was an den schönen Stränden der Nordsee alles so rumliegt, kann die Stimmung ganz schön trüben.

Manche Menschen schockiert es gar, was an den geliebten Plätzen so alles zutage kommt, wenn man mal genauer hinsieht. Einige Bilder von Funden veröffentlichte nun die „Schutzstation Wattenmeer“ auf ihrer Facebook-Seite. Teilweise sind die Nordsee-Funde bis zu 50 Jahre alt!

Nordsee: Funde machen die Menschen traurig

Auf den Aufnahmen zu sehen ist Plastik aus vielen Jahrzehnten. Freiwilligen-Teams der „Schutzstation Wattenmeer“ haben es bei ihren regelmäßigen Spülsaumkontrollen an der Nordsee gefunden.

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Die Teilnehmer haben viel Plastik an einer Düne am Strand gefunden, das dort teilweise seit Jahrzehnten liegen muss. Manche Kunststoffstücke sind 20 oder bis zu 50 Jahre alt.

Ein Beispiel ist ein Joghurtbecher im typischen Design der 1970er oder 1980er Jahre. Er gehört zu den ältesten Fundstücken von Kunststoffen im Nationalpark.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Nordsee: Diese Bilder machen Menschen traurig

Ebenso gehört ein Deckel einer Margarine-Packung am Rand einer Düne am Strand von Sankt Peter-Ording dazu. Seiner Aufschrift nach dürfte er aus den 1990er-Jahren stammen.

Der Beitrag der Schutzstation hat Hunderte Reaktionen ausgelöst und viele Küsten-Fans traurig gemacht. „Sogar Fundstücke aus den 60ern und älter sind bei vielen Cleanup-Gruppen an der Tagesordnung, oft auch in Wäldern zu finden. Sehr traurig“, schreibt eine Frau. Eine weitere meint: „ Wir Menschen sollten uns was schämen.“

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Auf den Bildern zu sehen sind außerdem schwarze Fahrradschutzbleche, die knapp drei Jahre alt sind. Sie stammen aus den Containern der MSC-Zoe, die diese im Januar 2019 verlor.

Zahlreiche Corona-Masken lagen auch am Strand. Immer wieder verfangen sich Tiere in deren Bändern. Viele verschiedene Kunststoffstücke finden die Freiwilligen bei jeder Sammlungsaktion an den Stränden der Nordsee.

All diese Funde zeigen, wie lange sich Kunststoffe in der Küstennatur halten. Mehr über die Probleme mit Kunststoffen im Meer steht hier auf der Webseite von der „Schutzstation Wattenmeer“. (mae)