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Nordsee: Küste in Gefahr? Experte entdeckt erschreckendes Detail – „Das macht mir Angst“

Nordsee

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An der Nordsee ist etwas großes für die Zukunft geplant. Doch bei bei genauer Betrachtung wirft das Projekt viele Fragen auf.

Ein Experte hat sich mit einem Bescheid des Landesamtes zum Nordsee-Projekt genauer auseinandergesetzt. Was er dabei herausfand, ist erschreckend.

Nordsee: Behörden geben grünes Licht für Gas-Terminal-Leitung

Im Eilverfahren haben niedersächsische Behörden den Bau einer Anschlussleitung für das geplante Flüssiggas-Terminal in Wilhelmshaven gegeben. Im Zuge der deutschen Emanzipierung vom russischen Gas sind an der Nordsee-Küste notwendige Erweiterungen geplant, um importiertes Flüssiggas von neuen Partnern wieder gasförmig zu machen.

Damit noch in diesem Jahr das erste schwimmende LNG-Terminal in Betrieb genommen werden kann, muss eine etwa 26 Kilometer lange Leitung gebaut werden. Die niedersächsische Landesregierung hatte extra für einen schnelleren Umbau der Energie-Infrastruktur die Genehmigungsverfahren vereinfacht. So konnte man bei der Planung zum Beispiel auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten.


Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

Der Leiter für Energie und Klimaschutz der Deutschen Umwelthilfe, Constantin Zerger, kritisiert jedoch das Projekt und stellt nun einige Ziele des Baus infrage.

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Nordsee: Energie- und Klimaexperte zeigt sich besorgt

In den sozialen Medien berichtet der Umweltexperte von der Planung des Gasterminals. Ein Satz schlug ihm dabei besonders auf den Magen.

Auf Twitter findet er zum Bericht deshalb klare Worte. „Das macht mir Angst“, schrieb er in seinem Tweet. Ihm stört insbesondere die Tatsache, dass die infrage stehende Gasförderung erst in „etlichen Jahren“ beginnen soll. In den sozialen Medien ging er in einem anderen Post auf einzelne Probleme und Fragen konkreter ein.

„Die grundsätzlich bestehenden öffentlichen Interessen an einer entschiedenen Treibhausgasreduktion sowie einem entschiedenen Schutz des sensiblen niedersächsischen Küstenmeeres und angrenzender Nordseebereiche sind gegenwärtig nachrangig gegenüber der Sicherung der Rohstoffversorgung.“

Heißt es laut Zerger in einem Bescheid vom „Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie“.

Nordsee: Naturschützer befürchtet einen „fossilen Lock-In“

Constantin Zerger erklärte, dass es bei dem Projekt nicht um die Überbrückung einer Krisensituation gehe, sondern um den Anbau „dauerhafter und gewaltiger LNG-Kapazitäten“.

Geplanter Trassenverlauf
Das ist der geplante Trassenverlauf von der Nordseeküste aus. Foto: LBEG

Laut den Genehmigungsunterlagen soll die Leitung nämlich für 22 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausgelegt sein. Die Tanklagerschiffe hätten jedoch nur eine Auslastungsgrenze von 7,5 Milliarden Kubikmetern. Er befürchtet somit einen neuen fossilen „Lock-In“ in der deutschen Energie-Infrastruktur.


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Auch zu einer späteren Nutzung für Wasserstoff werde sich in dem Bericht Zerger zufolge nicht eindeutig geäußert. Hierzu gebe es nur „vage Versprechungen“, schrieb er auf Twitter. Es bleibt unklar, welche Absichten mit der neuen Leitung noch verfolgt werden.