Ostsee: Plage an der Küste! Jetzt gibt es einen wichtigen Hinweis für Urlauber

Viele Touristen am Ostsee-Strand – und ein paar unliebsame Gäste im Wasser
Viele Touristen am Ostsee-Strand – und ein paar unliebsame Gäste im Wasser
Foto: imago images

Wer aktuell in der Ostsee baden möchte, könnte insbesondere in der Eckernförder Bucht und um Kiel auf eine ärgerliche Plage stoßen.

Am vergangenen Wochenende kam hier nämlich eine große Anzahl an Quallen auf. Und die trüben natürlich den Badespaß. Daher gibt es jetzt einen wichtigen Hinweis für Urlauber an der Ostsee-Küste.

Ostsee: Milder Winter als Grund für die Plage

Der Grund für das erhöhte Aufkommen sei der milde Winter, sagt Quallenforscherin Jamileh Javidpour vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel dem NDR. Ob der Klimawandel dabei eine Rolle spiele, werde noch erforscht.

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Eine Gefahr geht von den meisten der glitschigen Nesseltiere allerdings nicht aus. Mehrheitlich handelt es sich dabei um die typisch violett-durchsichtigen Ohrenquallen. Dennoch finden viele Urlauber diese natürlich eklig.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Aufpassen sollten Strandbesucher jedoch bei Feuerquellen. Diese treten an der Ostsee-Küste zwar deutlich seltener auf, brennen dafür aber um so mehr. Ihre teils meterlangen Tentakel können beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

Ostsee: Eine App soll Abhilfe schaffen

Um das Quallenproblem in den Griff zu bekommen, soll jetzt eine App helfen. Mit der sogenannten Jelly-Spotter-App wollen Forscher darüber informieren, wo sich besonders viele Quallen in der westlichen Ostsee aufhalten.

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Mit Hilfe von Drohnenaufnahmen werden die Tiere aufgespürt. Außerdem sollen mit Hilfe von Populationsmodellen Vorhersagen erarbeitet werden, die sich auf Genanalysen von Quallen sowie ozeanographische Modelle berufen.

Außerdem ist die Hilfe der Urlauber gefragt: In der App können Taucher, Spaziergänger und Bädegäste eintragen, wenn sie Quellen in der Ostsee sehen und Bilder an die Forscher übermitteln.

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10 Reise-Tipps für die Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Forscher setzen auf Mithilfe der Ostsee-Urlauber

„So hoffen wir, dass wir in Zukunft eine Vorhersage machen können“, sagt Javidpour dem NDR. Auch soll auf diese Weise kontrolliert werden, ob sich invasive Arten in der Ostsee ausbreiten. Diese könnten laut der Wissenschaftlerin eine Gefährdung für heimische Arten sein.

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Die Funktion der Vorhersage der Quallenvorkommen in der Jelly-Spotter-App wird voraussichtlich ab Sommer 2022 verfügbar sein. Bis dahin müssen Urlauber wohl mit den kleinen glibberigen Tierchen am Strand leben. (mk)