Ostsee: Dieses gigantische Projekt könnte das ganze Meer bedrohen! „Inakzeptable Konsequenzen“

Was Dänemark in der Ostsee bauen will, könnte sich auf das ganze Meer auswirken (Symbolbild).
Was Dänemark in der Ostsee bauen will, könnte sich auf das ganze Meer auswirken (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Jens Koehler & picture alliance / Peter Schickert

Ein wahrliches Mammut-Projekt ist in der Ostsee geplant.

Mit einer künstlichen Insel will die dänische Regierung die Hauptstadt Kopenhagen vergrößern. Doch das Vorhaben könnte eine Bedrohung für die ganze Ostsee sein, sagen Umweltverbände.

Ostsee: Ein neuer Stadtteil für 35.000 Menschen

Wie die „taz“ berichtet, hat die dänische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das den Weg für ein umstrittenes Projekt freimacht. Mehr als 100 Mil­­­lionen Tonnen Erde und Sand sollen vor Kopenhagen aufgeschüttet werden und damit ein neuer Stadtteil für 35.000 Menschen entstehen. Baubeginn soll 2022 sein.

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Gegner des Mammut-Projekts befürchten demnach, der Wasseraustausch mit der Ostsee könnte nachteilig beeinflusst werden. Dabei leidet die Ostsee schon heute unter Sauerstoffmangel.

Der Bau der Halbinsel könne zu „inakzeptablen Konsequenzen“ für die Ostsee führen und damit die Bemühungen der Anrainerstaaten, den bedrohten Status des Binnenmeers zu verbessern, konterkarieren, argumentiere auch die Coalition Clean Baltic.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Das Bündnis von 24 Umwelt-NGOs aus 11 Ländern der Ostseeregion versuchte demnach vergeblich, das Folketing in letzter Minute zu überzeugen, seinen Beschluss zumindest zu vertagen.

Welche Auswirkungen hat der Bau auf die Ostsee?

Die Pläne seien gesetzwidrig und würden spätestens vom EU-Gerichtshof kassiert werden, wird Ellen Margrethe Basse, Umweltrechts­professorin an der Universität Aarhus, zitiert.

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Schließlich sei keine umfassende Umweltfolgenanalyse durchgeführt worden. Es gebe bislang keine Analyse, welche Auswirkungen die Bauphase auf einen Bestand von Schweinswalen haben werde, die dort ihr Revier hätten.

Wie die „taz“ weiter berichtet, habe Schweden vergeblich protestiert. Das Nachbarland hatte demnach kritisiert, es sei zu erwarten, dass der Öresund durch die Bauarbeiten massiv verschmutzt würde.

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Es bleibt spannend, wie es mit dem Projekt in der Ostsee weitergeht. (kbm)