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Ostsee: Ferienwohnungs-Gäste verhalten sich schlimm – Reinigungskräfte haben genug

Die Ostsee

Fünf Fakten über das Baltische Meer.

Jede Woche ist es ein großes Kommen und Gehen an der Küste der Ostsee: Nach der Abreise aus Ferienwohnungen und Co. steht die Reinigung der Unterkünfte an. Denn die neuen Urlauber stehen ja meist quasi schon vor der Tür.

Reinigungskräfte machen einen verdammt wichtigen Job an der Ostsee, halten mit ihrem Job die Tourismusbranche am Laufen. Wenn Ferienwohnungs-Besitzer niemanden haben, der die schwere und auch nicht immer angenehme Arbeit erledigt, müssen sie selbst ran. Denn ohne Sauberkeit geht es nicht.

Ostsee: Böse Folgen

Jeder Gast erwartet eine Unterkunft in bestem Zustand. Da können sich Vermieter keine Fehler erlauben. Die Reklamationen oder gar schlechte Bewertungen im Internet folgen sonst sogleich. Und das kann für eine Unterkunft böse Folgen haben.

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Häuser an der Ostsee (Symbolfoto). Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner

Leider gibt es immer wieder Besucher, die Unterkünfte wenig respektvoll behandeln und übel hinterlassen. Und manche setzen sogar noch eins drauf und werden frech gegenüber den Menschen vor Ort, zum Beispiel der Reinigungskraft.

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Ostsee: Trinkgeld ist selten

Kondome und Strapsen, Bremsspur in der Toilette. Reinigungskräfte räumen in der Regel erwachsenen Menschen das hinterher, was diese nicht selbst hinkriegen (wir berichteten). Trinkgeld gibt es auch oft nicht. Wenn dann sind es oft nette Stammgäste, die mal einen Obolus hinterlassen und zu denen man einen persönlichen Kontakt hat.

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Ein Miteigentümer einer Firma, die Reinigungskräfte vermittelt, meldete sich kürzlich auf unseren Beitrag zu Hinterlassenschaften von Gästen in Ferienwohnungen. Die Fachkräfte machten in der Vergangenheit schon öfter schlechte Erfahrungen mit Gästen.


Beliebte Orte für einen Urlaub an der Ostsee:

  • Eckernförde
  • Fehmarn
  • Kellenhusen
  • Grömitz
  • Scharbeutz
  • Timmendorfer Strand
  • Travemünde
  • Boltenhagen
  • Kühlungsborn
  • Ueckermünde

Nicht nur, dass ekliger Dreck und Co. hinterlassen wird, der über normale Verschmutzung hinausgeht. Nein, es geht demnach auch noch einen ganzen Schritt weiter. So berichtet der Mann MOIN.DE von Zerstörungen in den Ferienwohnungen oder Beschimpfungen.

Ostsee: Bittere Worte

Kaputtgemacht haben will nie jemand von den Gästen etwas. Bei Konfrontation wird dann gerne mal mit schlechten Online-Bewertungen gedroht. „Das macht dann den Druck aus“, sagt der Eigentümer.


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Und er fügt verbittert hinzu: „Keiner ist mehr menschlich und sobald man einen Fehler macht, wird man nur böse angemacht und es wird gesagt, man solle zum Jobcenter gehen.“

Reinigungskräfte in Deutschland sind oft im Niedriglohnsektor angesiedelt und haben dementsprechend härter im Leben zu kämpfen als andere. Wer als Gast seine Ferienwohnung oder Ferienhaus normal hinterlässt, tut ihnen einen großen Gefallen. Und wer noch ein paar Euros auf dem Wohnzimmertisch hinterlässt, sogar einen noch größeren.