Ostsee: Dieses beliebte Tier war hier ausgestorben – mittlerweile ist es zurück!

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

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Alljährlich kommt es in Born auf dem Darß an der Ostsee zu einem besonderen Schauspiel: In der Zucht für Baltische Störe werden die Tiere abgefischt und durchgecheckt. „Alle Tiere werden gemessen, gewogen, auf Gesundheitszustand untersucht und natürlich auf ihre Reife“, erklärte Gerd-Michael Arndt von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) anlässlich der Aktion vergangene Woche.

„Wir halten hier am Institut für Fischerei in der Aquakulturanlage in Born den einzigen reproduktiven Bestand im Ostsee-Raum.“

Ostsee: Seit den 1970er-Jahren eigentlich ausgestorben

Den 30 Tieren kommt eine besondere Rolle bei der Wiederansiedlung der Art in der Ostsee zu. Der Stör galt seit den 1970er Jahren in der Ostsee als ausgestorben.

Zusammen mit anderen baltischen Staaten betreibe man die Wiederansiedlung und habe in den vergangenen Jahren schon mehr als drei Millionen Tiere unterschiedlicher Größe im Einzugsgebiet der Ostsee oder direkt in der Ostsee besetzt, erklärte Arndt. Erst vor gut anderthalb Wochen waren vor Sassnitz auf Rügen 50 Jungtiere ausgesetzt worden.

+++ Ostsee: Urlaubern an der Küste reicht es – sie ziehen Konsequenzen +++

„Die reifen Weibchen werden herausselektiert“, sagte Arndt. Sie kämen in separate Becken, würden weiter beobachtet und Eiproben entnommen. „Unsere größten Weibchen sind schon bis 2,40 Meter und 130 Kilo schwer gewesen.“ In freier Wildbahn gehe man für den Baltischen Stör von maximal bis zu fünf Metern Länge und 400 Kilogramm Gewicht aus.

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Ostsee: Projekt zahlt sich aus

Wenn die Tiere so weit seien, würden die Eier von den Weibchen und das Sperma von den Männchen gewonnen, erklärte Arndt. „Das Ganze wird dann in einer Schüssel vermischt.“ Die befruchteten Eier würden dann in spezielle Gefäße gegeben, wo nach etwa drei Tagen der Störnachwuchs schlüpfe.

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Nach Angaben des Umweltministeriums in Schwerin wurden in diesem Jahr bisher mehr als 600 junge Baltische Störe vor Rügen und Usedom ins Meer gesetzt. Außerdem seien in Lebus an der Oder (Brandenburg) 400 Tiere ausgesetzt worden. Das Projekt zahle sich aus. Man wisse von Sichtungen in Zuflüssen der Ostsee, hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuletzt erklärt. Dies sei ein großer Gewinn für die Artenvielfalt des Ostseeraums. (dpa)