Ostsee und Nordsee: Urlaub wird teurer – und das ist erst der Anfang

Auch an Nordsee und Ostsee steigen die Preise.
Auch an Nordsee und Ostsee steigen die Preise.
Foto: picture alliance/dpa

Die steigenden Preise machen sich auch im Tourismus bemerkbar – und das bereits in diesem Jahr. Wer im Sommer an die Nordsee und Ostsee gefahren ist, musste bereits tiefer in die Tasche greifen als sonst.

Bei der aktuellen Entwicklung ist fest damit zu rechnen, dass die Preise weiterhin in die Höhe schnellen werden. Und das ist erst der Anfang an Nordsee und Ostsee.

Nordsee und Ostsee: Anstieg um 11 Prozent

„Beim Preis-Leistungsverhältnis lag der echte Norden im letzten Jahr noch auf Platz 8, dieses Jahr ging es bergab auf Platz 12.

Parallel dazu sind die durchschnittlichen Zimmerpreise in der Hotellerie in Schleswig-Holstein laut STR-Global 2020 und 2021 jeweils um 11 Prozent gestiegen“, sagt Karsten Heinsohn, stellvertretender Geschäftsführer der dwif-Consulting Gmbh.

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Nur in Mecklenburg-Vorpommern seien die Zimmer im Jahresdurchschnitt noch teurer. Die steigenden Preise für Energie und Nahrungsmittel dürften zudem dafür sorgen, dass auch zum nächsten Jahr hin die Preise für Urlaub an der Nordsee- und Ostsee steigen – egal in welchem Bundesland.

Der Beliebtheit von Schleswig-Holstein als Urlaubsland tut die Verteuerung von Übernachtungen aber keinen Abbruch. „Der Trend zum Urlaub im eigenen Land hat den Schleswig-Holstein-Tourismus beflügelt und sorgt bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für ordentlich Rückenwind“, sagt Oliver Stolz, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein.

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10 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Nordsee und Ostsee: SH glänzt im Bundes-Vergleich

Nach den Zahlen ist Schleswig-Holstein im Zeitraum Januar bis Juli 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das einzige Bundesland mit einem Übernachtungszuwachs (+0,6 Prozent). Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 14,8 Mio. Übernachtungen generiert. Bundesweit wurde ein Minus von 23,6 Prozent verzeichnet.

Stephanie Ladwig, die Vorsitzende des Tourismusverbands Schleswig-Holstein, sagt: „Die Reiselust und das Reisebudget sind vorhanden. Und dennoch ist der Deutschland-Tourismus kein Selbstläufer. Ein hohes Engagement aller Partner in und für die Branche ist weiterhin notwendig, denn der Wettbewerb der Destinationen im In- und Ausland wird ab 2022 noch intensiver, wenn weitere Reisebeschränkungen fallen.“

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Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hält es für realistisch, dass in diesem Spätsommer und Herbst 2021 das Niveau vor Corona erreicht wird.

Nordsee und Ostsee: Sorgen im Gastgewerbe

Was der Branche große Sorgen macht, ist der Fachkräftemangel. Im Vergleich zu 2019 gab es im Juli 2021 4,1 Prozent weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche. 21,4 Prozent der Ausbildungsstellen waren im Sommer 2020 unbesetzt.

Zum Ende des Jahres hin wird zudem mit einem Anstieg der Insolvenzen gerechnet. Zusammengefasst lässt sich also sagen: Trotz des Urlauber-Booms in Schleswig-Holstein befindet sich die Tourismusbranche weiter in einem harten Kampf, den wohl nicht alle überleben werden.

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Am 31. Oktober schließt beispielweise trotz der vielen Besuchermassen ein beliebtes Ostsee-Restaurant in Schleswig-Holstein. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen. (rg)