Ostsee: Diese Menschen sorgen für Ärger – Gemeinde zieht Reißleine! „Alle Vernunft ist vergessen“

Blick auf die Ostsee in Ostholstein.
Blick auf die Ostsee in Ostholstein.
Foto: imago images / imagebroker

Viele wissen es nicht, doch auch in Schleswig-Holstein gibt es einen Ort, den Wintersportler liebend gerne aufsuchen. Und weil es zuletzt auch hoch im Norden immer wieder vereinzelt Schneefall gab, musste ein Gemeinde in der Nähe der Ostsee einen harten Schritt gehen.

Denn Bilder von dort sorgten für Ärger. Ähnlich wie im Sauerland, Schwarzwald oder Harz. Es gab nämlich einen Ansturm an Tagesausflüglern in der Nähe der Ostsee.

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Der Bungsberg in der Holsteinischen Schweiz im Gebiet der im Kreis Ostholstein gelegenen Gemeinde Schönwalde am Bungsberg liegt 168 Meter über Normalnull – und ist einer der wenigen Orte, in denen die weiße Pracht liegen bleibt.

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Entsprechend beliebt ist er bei Rodlern und Schlittenfahrern. Das führte schon in der letzten Woche dazu, dass die Polizei die Einhaltung der Abstands- und Corona-Regeln anmahnen musste. Am Freitag folgte dann die Konsequenz.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Gemeinde an der Ostsee zieht die Notbremse

„Die Beamten der Polizeistation Schönwalde/B. teilen mit, dass ab sofort durch die Leitung des Ordnungsamtes Ostholstein Mitte der Bungsberg gesperrt wird. Damit ist es untersagt, den Berg für winterliche Aktivitäten zu nutzen“, teilten die Beamten mit.

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Die Zufahrt zum Bungsberg wurde gesperrt. Kontrollen würden durch die Polizei, dem Ordnungsamt sowie dem örtlichen Bauhof durchgeführt werden. Diese Regelung solle zunächst bis Sonntag, den 10. Januar gelten. hieß es.

Kritik an der Ostsee für diese Entscheidung

Das sorgte für Enttäuschung und Kritik. Denn der Ort im Norden ist bei Familien mit Kindern beliebt, um zumindest ein wenig Winterspaß zu haben. „Was für ein Schwachsinn“, kommentiert zum Beispiel eine Frau auf Facebook die Mitteilung der Polizei.

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„Absolut traurig“, findet ein Mann diese Entscheidung. Und eine andere Frau schreibt: „Da haben wir endlich mal bisschen Schnee. Und dann wird uns der Spaß auch genommen. Recht herzlichen Dank.“

Auch Verständnis für die Ostsee-Gemeinde

Doch ist die Maßnahme wirklich unverhältnismäßig? Winfried Saak, Bürgermeister der Gemeinde, rechtfertigt in den „Lübecker Nachrichten“ die Entscheidung:

„Es ist natürlich schade, dass wir jetzt die Notbremse ziehen mussten. Aber wir müssen halt alles dafür tun, die Corona-Verbreitung zu verhindern und dass sich der Bungsberg nicht zu einem ähnlichen Hotspot entwickelt wie zuletzt der Harz.“

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Das sehen auch einige Nutzer so. „Kann man sich wohl an drei Fingern abrechnen, dass das gesperrt wird, nachdem was da im Harz los war. Bedankt euch bei denen“, kommentiert zum Beispiel ein Mann.

Dem stimmt auch diese Frau zu: „Wen wundert es, wenn man den Blick mal in die Skigebiete bewegt. Einmal paar Flocken im Norden und alle Vernunft ist vergessen.“ Und so sollte man in dieser Zeit wohl besser Vorsicht als Nachsicht walten lassen. (mk)