Rostock: Keine Gnade! Blinder Mann aus dem Zug geworfen

Rügen: 5 Fakten über die größte deutsche Insel

Rügen: 5 Fakten über die größte deutsche Insel

Die Insel Rügen ist für viele Ostsee-Urlauber ein beliebtes Reiseziel und kann als touristische Hochburg bezeichnet werden. Grund dafür sind die feinsandigen Strände und das große Gast- und Kulturangebot. Wir verraten euch fünf Dinge, über die malerische Insel in Mecklenburg-Vorpommern, die Du vielleicht noch nicht wusstest.

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Es gab kein Erbarmen, keine Ausnahme für ihn. Stattdessen wurde der nahezu blinde Fahrgast aus Rostock dem Zug verwiesen.

Auf der Strecke zwischen Rostock und Stralsund musste der schwerbehinderte Mann die Bahn verlassen.

Rostock: Kontrolleur „unfreundlich“

Der schwerbehinderte Mann ist meistens auf eine Begleitperson angewiesen, doch dieses Mal war er alleine im Zug unterwegs. Dann kam die unerwartete Entscheidung.

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Auf dem Weg zu seiner Familie wurde der Reisende von einem Zugbegleiter kontrolliert, dieser wollte seinen Fahrschein und 3G-Nachweis sehen.

Doch in diesem Moment fiel ihm auf, dass er seinen Nachweise zu Hause vergessen hatte. „Ich war Ende vergangenen Jahres mit dem Corona-Virus infiziert und inzwischen bin ich zweimal geimpft“, erzählte der schwerbehinderte Mann der „Ostsee Zeitung“.

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Das ist Rostock:

  • größte Stadt unter den 84 Städten in Mecklenburg-Vorpommern
  • rund 210.000 Einwohner (Stand 2020)
  • Hafenstadt reizt durch ihre attraktive Lage an der Ostsee
  • Bekannt ist sie außerdem als Universitätsstadt mit der im Jahr 1419 gegründeten Uni
  • nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt im Norden Deutschlands

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Der Kontrolleur habe sich auch nach Zeigen des Schwerbehindertenausweises nicht dazu erweichen lassen, den nahezu Blinden weiterfahren zu lassen. „Er war sehr unfreundlich. Ein vernünftiges Gespräch war nicht möglich“, so der Schwerbehinderte.

Rostock: Das sagt der Pressesprecher

Es gab also keine Ausnahme, der Mann musste in Ribnitz-Damgarten aussteigen. Dort sollte er ein Corona-Testzentrum aufsuchen, um die Fahrt zu seiner Familie fortsetzen zu können.

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Mit einem späteren Zug sei er nach Stralsund gefahren, dort sollte ihn seine Stieftochter abholen. Diese war ebenfalls schockiert und wütend. Später beschwerte sie sich bei der ODEG.

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Ein „ODEG“-Pressesprecher sagt: „Es sind blöde Zeiten – für uns alle – auch für unsere Servicemitarbeiter, die nicht selten auch angefeindet werden. In diesem speziellen Fall hat man zumindest darauf geachtet, dass man den Fahrgast an einem Ort aus dem Zug bittet, in dem es ein Testzentrum gibt“.

„Ich verstehe die Aufregung. Aber es war eine prekäre Situation. Und es gibt nun mal eine behördliche Anordnung, nach der wir verpflichtet sind, das Vorhandensein eines 3G-Nachweises zu kontrollieren und bei Verstößen entsprechend zu handeln“, sagte er im Gespräch mit der „Ostsee Zeitung“.

Nach diesem ärgerlichen Erlebnis wird der Mann, der seine Reise vorzeitig beenden musste, seine 3G-Nachweise sicher immer dabei haben. (mae)