Rügen: Um 18 Uhr ging der Notruf – holländische Camping-Urlauber haben ein ungewöhnliches Problem

Camping-Urlauber auf Rügen wählten die 112 (Symbolbild)
Camping-Urlauber auf Rügen wählten die 112 (Symbolbild)
Foto: imago

Gegen 18 Uhr am Donnerstag ging ein etwas anderer Notruf auf der Insel Rügen ein.

Er erreichte die Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen über den Notruf 112.

Rügen: Camping-Urlauber in Not

Zwei niederländische Touristen teilten mit, dass sie sich auf der Insel Rügen abseits der herkömmlichen Radwege befinden und die Akkus der E-Bikes leer sind. Sie kamen nicht mehr weiter. Aber das war nicht das einzige Problem.

Die beiden Radfahrer wussten nämlich selbst nicht, wo sie sich befinden – und schafften es aufgrund der mangelnden Kraft nicht sich zu orientieren.

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So begann für die Polizeibeamten aus Bergen und Sassnitz mit Unterstützung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr eine großangelegte Suche nach dem 74-jähirgen Mann und seiner 59-jährigen Ehefrau.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 70.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Mit Hilfe einer telefonischen Anleitung konnte der Urlauber über sein Smartphone einen Standort bestimmen und an die Polizisten weiterleiten. Dieser befand sich in einem Wald nahe Lietzow und konnte nur zu Fuß erreicht werden.

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Und so führten Rettungskräfte die beiden Niederländer nach etwa zwei Stunden aus dem Wald. Der Einsatz einer Drohne wurde ebenfalls geprüft und auch der Bahnverkehr für den betreffenden Bereich kurzzeitig gestoppt.

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Das Ehepaar kam entkräftet, aber dankbar wieder zurück zu seinem Wohnmobil und bedankte sich anschließend noch per E-Mail für die geleistete Hilfe.