Rügen: Klinik auf der Insel bangt um Zukunft – jetzt kommt die nächste Schock-Nachricht

Für das Sana-Krankenhaus auf Rügen gibt es eine weitere schlechte Nachricht.
Für das Sana-Krankenhaus auf Rügen gibt es eine weitere schlechte Nachricht.
Foto: picture alliance / Jens Koehler & picture alliance / ZB

Eine Nachricht, die viele Menschen auf Rügen hart getroffen hat: Das Sana-Krankenhaus schließt das Versorgungsangebot der Geburtshilfe. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist vor allem Personalmangel (MOIN.DE berichtete).

Wenige Wochen später kommt nun die nächste Schock-Nachricht für die Klinik auf Rügen.

Rügen: Klinik zittert um Zukunft – jetzt gibt's die nächste schlechte Nachricht

Für die Mitarbeiter des Sana-Krankenhaus auf Rügen folgt der nächste Schock! Denn die Sana-Kliniken wollen zahlreiche Service-Mitarbeiter an den Krankenhausstandorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern entlassen, das teilte Verdi Nord in einer Pressemitteilung mit.

Aktuell steht noch nicht fest, wie viele Mitarbeiter an den Standorten entlassen werden sollen. Die Gewerkschaft spricht von Massenentlassungen und kritisiert das Vorhaben.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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„Von der angekündigte Massenentlassung sind auch sehr viele Beschäftigte im Norden betroffen. Von der gepriesenen Wertschätzung und Anerkennung während der Corona-Pandemie ist nichts mehr übrig. Der Konzern spielt mit der Existenzangst und den Zukunftssorgen der Menschen. Das ist unerträglich“, sagt Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheitspolitik bei ver.di Nord.

Rügen: Mehrere Standorte im Norden sind betroffen

Geschlossen werden sollen alle Bereiche außer der Reinigung. Im Norden sind alle Standorte wie beispielsweise in Elmshorn, Pinneberg, Eutin, Ostholstein, Lübeck, Wismar und Bergen auf Rügen davon betroffen.

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Die betroffene Sana DGS pro.service GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sana Immobilien Service GmbH und daher Teil der Sana Kliniken. Neben der Unterhaltsreinigung der Sana Kliniken gehören auch Stationsassistenz, Hol- und Bringedienste, Pforten und Sicherheitsdienste zum Portfolio.

Das Unternehmen hat rund 3.000 Beschäftigte, die Mehrheit davon in Teilzeit.

Rügen: „Müssen gesundheitspolitisch dringend umsteuern“

„Die angekündigte Maßnahme der Sana-Kliniken AG zeigt, dass wir gesundheitspolitisch dringend umsteuern müssen. Die Gesundheitsversorgung muss wieder in die öffentliche Hand“, so Kühhirt weiter.

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„Krankenhauspolitik muss sich an der bestmöglichen Versorgung kranker Menschen ausrichten und nicht an wirtschaftlichen Interessen. Krankenhäuser zu führen wie Industrie-Konzerne, wird dem Versorgungsauftrag und den Beschäftigten nicht gerecht.“ (oa)