Rügen: Dieser Ort sorgte weltweit für Aufsehen, nun soll sich hier etwas tun

Dieser Ort auf Rügen hat weltweit für Aufsehen gesorgt.
Dieser Ort auf Rügen hat weltweit für Aufsehen gesorgt.
Foto: picture alliance / Jens Koehler

Der Fährhafen Sassnitz-Mukran auf Rügen war einst eines der Aushängeschilder der DDR. Vom Betrieb der Fähren ist mittlerweile nicht mehr all zu viel übrig, stattdessen ist der Hafen zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort geworden.

Die Betreibergesellschaft bewirbt den Hafen auf Rügen so: „Deutschlands nordöstlichster Seehafen mit der geografisch und nautisch kürzesten Distanz ins Baltikum, nach Skandinavien, Finnland und Russland. Er hat eine hervorragende Verkehrsanbindung über Schiene, Straße und Seeweg.“

Rügen: Eines der großen DDR-Projekte

Zur Geschichte des Hafens heißt es vom Unternehmen „Fährhafen Sassnitz GmbH“:

„In den 1980er Jahren wurde der Fährhafen in Mukran als eines der letzten großen Verkehrsprojekte der DDR gebaut. Mit ihm sollte vor allem eine leistungsfähige Fährverbindung für den Güterverkehr mit dem damals zur Sowjetunion gehörenden litauischen Klaipėda (Memel) schaffen, um für den Transport von Gütern aus der DDR in die Sowjetunion den langen und durch Transitgebühren kostspieligen Landweg zu umgehen.“

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Statt der Abfertigung von vielen Fährschiffen soll sich der Hafen Sassnitz-Mukran zum Beispiel als Dreh- und Angelpunkt bei der Errichtung von Offshore-Windparks in der Ostsee etablieren. Auch beim Bau von Nord Stream 2, der umstrittenen Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland, spielte er zuletzt eine bedeutende Rolle. Die wohl größte Aufmerksamkeit bekam Sassnitz-Mukran im Sommer des letzten Jahres.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Rügen: Hafen im Fokus der Weltpolitik

Damals drohten drei US-Senatoren in einem Brief mit schweren Sanktionen wegen Mithilfe beim Bau der Pipeline, die sie gerne verhindern wollten. Der kleine Fährhafen von Sassnitz war damals plötzlich im Fokus der Weltpolitik. Eine „wirtschaftliche Kriegserklärung“ der USA nannte Jürgen Trittin die Aktion der Amerikaner.

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Aller Sanktionen zum Trotz ist Nordstream 2 aber mittlerweile fertiggestellt. Und der Fährhafen Sassnitz sucht nach weiteren Geschäftsfeldern, auf denen er aktiv sein kann. Mit großer Unterstützung des Wirtschaftsministers von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe.

Dieser hatte am Donnerstag in Kopenhagen um Investoren für Mecklenburg-Vorpommern geworben.

Rügen: Dänen sollen investieren

So sagte Glawe:

„Wir zeigen in Kopenhagen, dass unser Land ein zukunftsfähiger Investitionsstandort ist. Vor allem die geografische Lage im Ostseeraum mit Brückenfunktion nach Nord- und Osteuropa ist ein Standortvorteil, der für dänische Unternehmen attraktiv ist. Die Industriestandorte bieten hervorragende Rahmenbedingungen, beispielsweise der Industriestandort Laage bei Rostock sowie die Großgewerbestandorte Pommerndreieck und Pasewalk.“

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Auch der Industriestandort am Fährhafen Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen biete aufgrund seiner umfangreichen infrastrukturellen Anbindung attraktive Flächen für Investoren, so der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. „Ziel ist es, die überregionale und internationale Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns als Investitionsstandort stärker auszubauen. Das geht am besten über die persönliche Ansprache von Unternehmen.

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Wer weiß, vielleicht ist der kleine Hafen auf Rügen dann eines Tages wieder ganz groß im Gespräch. (rg)