Rügen: Dreister Diebstahl auf der Insel! Täter brechen ausgerechnet HIER ein

Im „Koloss von Rügen“ kam es zu einem dreisten Diebstahl.
Im „Koloss von Rügen“ kam es zu einem dreisten Diebstahl.
Foto: imago/Photo2000

Aufregung auf Rügen! Am Freitagmorgen kam es in einem bekannten Museum in Prora zu einem Vorfall, der einem Mitarbeiter das Blut in den Adern gefrieren ließ.

In der als „Koloss von Rügen“ bekannten Anlage des KdF-Seebad in Prora befinden sich zahlreiche, wertvolle Ausstellungsstücke. Viele der Exponate stammen aus der NS-Zeit – und auf genau solche Stücke hatte es ein dreistes Diebes-Duo abgesehen.

Rügen: Vitrine aufgebrochen, Täter auf der Flucht

Das KdF-Seebad Rügen ist einer der größten architektonischen Hinterlassenschaften aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte – der NS-Zeit. Der gewaltige Bau steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt seit dem Jahr 2000 auch das Dokumentationszentrum Prora.

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Zusammen mit internationalen Partnern aus Polen, Tschechien, Österreich und Holland wurde die Daueraustellung „MACHTUrlaub“ ins Leben gerufen.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 70.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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In der Ausstellung soll in erster Linie die Organisation der Freizeit im Nationalsozialismus im Kontext der machtpolitischen Bemühungen verdeutlicht werden. Das oberste Ziel ist es, mit den Mythen aus der propagandageschwängerten Zeit des brutalen Regimes unter Adolf Hitler aufzuräumen.

Doch nun gelangten historische Dokumente in den Fokus von Verbrechern – und ein Mitarbeiter des Museums erwischte die Täter auf frischer Tat.

Letzten Freitag, gegen 2.00 Uhr meldete sich eben jener Mitarbeiter bei der Polizei in Sassnitz. Er teilte mit, das zwei Männer in das Gebäude eingedrungen seien. Den dreisten Einbrechern kam der Mann auf die Schliche, da er sich zum Zeitpunkt des Einbruchs im Museum aufhielt.

Was wollen die Diebe auf Rügen?

Die Täter ergriffen umgehend die Flucht, nachdem sie ertappt worden waren. Voller Schrecken musste der engagierte Mitarbeiter feststellen, das die beiden Diebe eine Vitrine aufgebrochen hatten.

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Aus dem Inneren hatten sie mehrere Dokumente aus der NS-Zeit entwendet und damit wohl auch das Museum verlassen. Wie hoch der Schaden ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch Bestandteil der Ermittlungen.

Somit lässt sich ebensowenig eine Vermutung darüber anstellen, was die beiden Eindringlinge mit ihrer Beute wohl vorhaben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist einzig und allein klar, das die beiden Plünderer auf Rügen auf der Flucht sind.

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Der Mitarbeiter des Museums ist jedenfalls mit dem Schrecken davongekommen – und vielleicht hat er durch sein beherztes Handeln noch viel Schlimmeres verhindert. (wip)