Rügen: Unglaubliche Tat auf der Insel – jetzt ermittelt der Staatsschutz

In Bergen auf Rügen hat es einen widerlichen Vorfall gegeben.
In Bergen auf Rügen hat es einen widerlichen Vorfall gegeben.
Foto: imago images/F. Berger

Was stimmt mit manchen Menschen nicht? Eine Tat auf der Insel Rügen macht aktuell fassungslos.

Stolpersteine kennt man überall in Deutschland. Seit 1995 erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig mit dem Projekt der kleinen, goldenen Gedenksteine europaweit an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vor deren früheren Wohnorten. So unter anderem auch in Bergen auf Rügen.

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Rügen: Täter beschädigen Steine

Traurig genug, dass es Menschen gibt, die dieses Gedenken an die Opfer der schlimmsten Verbrechen der deutschen Geschichte mit Füßen treten. Oder besser gesagt: beschädigen.

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Die Polizei meldet nämlich, dass Unbekannte zwei Gedenksteine für die Opfer des Nationalsozialismus in Bergen auf Rügen mit brauner Farbe überkippt haben.

Die Farbe dürfte wohl nicht zufälligerweise ausgewählt worden sein, gilt braun doch seit den 20er Jahren als Kennzeichen rechter Bewegungen und als Symbolfarbe des Nationalsozialismus.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Rügen: Polizei sucht Zeugen

Ein Zeuge hatte am Montag, den 22. Februar, gegen 16 Uhr an der Adresse „Am Markt 19“ in Bergen den Schaden gemeldet. Am 21. Februar gegen 13 Uhr waren die Steine noch im ordnungsgemäßen Zustand.

Mögliche Zeugen werden jetzt gebeten, sich unter 0395/55822224 zu melden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zuletzt hatten Unbekannte im Dezember 2020 in Güstrow vier solcher Gedenksteine aus dem Boden gerissen und gestohlen. Die Ermittlungen dauern noch an.

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Nach Angaben der Stadt hatten engagierte Bürger eine Spendenaktion gestartet, mit deren Erlös die Steine ersetzt werden sollten. Die Güstrower Stolpersteine waren im Jahr 2009 verlegt worden.

Auch in Hamburg erinnert ein großes Muster im Boden an ein schreckliches Verbrechen. Nach über 80 Jahren setzen sich die Menschen dort für ein großes, einzigartiges Projekt ein, das das Stadtbild sehr prägen würde und wohl bald in Angriff genommen wird. >>> Hier mehr dazu. (rg/dpa)