Sankt Peter-Ording: Anwohner fassungslos wegen Zuständen vor Ort – „Nicht mehr feierlich!“

Zustände wie auf diesem Bild gibt es in Sankt Peter-Ording zwar gerade nicht – dennoch macht die Situation fassungslos.
Zustände wie auf diesem Bild gibt es in Sankt Peter-Ording zwar gerade nicht – dennoch macht die Situation fassungslos.
Foto: IMAGO / Agentur 54 Grad

Touristische Reisen an Nord- und Ostsee sind auch bis auf Weiteres untersagt. Das gilt natürlich auch für beliebte Ferienorte wie Scharbeutz, Sylt oder Sankt Peter-Ording.

Dennoch können es einige Menschen wohl einfach nicht lassen. Wie ein Anwohner aus Sankt Peter-Ording nun auf Facebook schildert, herrscht in dem Ort und am Strand trotz Verbots reger Betrieb.

Sankt Peter-Ording: Anwohner richtet Appell an Camper

Zwar seien die Corona-Inzidenzwerte in Nordfriesland und speziell auf der Eiderstedt-Halbinsel gering. Dennoch fordert der Mann die Menschen auf, zuhause zu bleiben. Sein Appell richtet sich dabei vor allem an Camper.

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„Macht das bitte nicht! Es gibt keine Stellplätze hier! Wohnmobile stehen im Moment überall rum, es ist - und das sage ich als Camper! - echt nicht mehr feierlich!“, schildert der Mann in dem Beitrag.

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Das ist Sankt Peter-Ording:

  • Der Küstenort Sankt Peter-Ording liegt im Südwesten der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein.
  • Sankt Peter-Ording ist in vier Ortsteile gegliedert: Böhl, Bad, Dorf (Süd) und Ording. Dort leben insgesamt 3.997 Menschen.
  • Nach den Übernachtungszahlen ist Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein das führende Seebad auf dem Festland.
  • 2019 zählte der Küstenort 1.617.211 touristische Übernachtungen.
  • Sankt Peter-Ording hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.

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Ein besonderes Dorn im Auge sind ihm selbstausgebaute Camper und Busse ohne Toilette. Diese „lassen ihre Sch***e einfach ab, es macht wirklich keinen Spaß mehr mit solchen Idioten!“

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Für bessere Zeiten: 10 Reise-Tipps für die Nordsee – SPO ist natürlich auch dabei:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Sankt Peter-Ording: „Niemand hat etwas gegen Touristen!“

Der Anwohner, der selbst auf Eiderstadt lebt, bekomme jeden Tag mit, wie zahlreiche Camper anrollen. „Niemand auf Eiderstedt hat etwas gegen Touristen und Gäste! Aber kommt im Moment bitte nicht her!“, bittet er die Urlauber und hofft auf Verständnis für die Ortsansässigen. Zudem informiert er, dass Wildcampen von der Gemeinde mit bis zu 100 Euro geahndet wird.

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Die Gemeinde hatte im Vorfeld bereits erklärt, dass zu Ostern ein zusätzlicher Ordnungsdienst eingesetzt wird, um verschärfte Kontrollen durchzuführen und auf Wildcamper sowie die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten. Der Kreis Nordfriesland hat sich zudem in Kiel als touristische Modellregion beworben. So könnte der Tourismus bald unter strengen Auflagen wieder erlaubt sein. (mik)