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St. Peter-Ording: Rettungsdienst in der Krise – darauf müssen Menschen sich jetzt einstellen

Sankt Peter-Ording

5 Dinge die ihn zum Lieblingsort vieler Deutscher machen

Überall und branchenübergreifend ist der Fachkräftemangel in Deutschland spürbar. Auch dem Rettungsdienst setzt das bitter zu. St. Peter-Ording leidet ebenfalls unter zu wenig Rettungskräften.

Einwohner und Urlauber in St. Peter-Ording müssen sich nun darauf einstellen, dass sich durch den Mangel etwas ändern wird…

St. Peter-Ording: Es fehlt vor allem an Rettungssanitätern

Die Anzahl der Berichte über den Personalmangel im Rettungsdienst steigt immer weiter. Der „shz“ hat jetzt beim Sprecher des Kreises Nordfriesland nachgehakt und musste die „besorgniserregende Entwicklung“ bestätigen.

Der Sprecher Hans-Martin Slopianka rechnete für den „shz“ einmal durch und berichtete von 14,5 unbesetzten Vollzeitstellen. Es fehle dabei hauptsächlich an Rettungssanitätern, da aktuell Rettungsassistenten sowohl als Notfallsanitäter als auch als Rettungssanitäter eingesetzt werden könne, berichtet der „shz“.

+++ St. Peter-Ording kämpft mit großem Problem – es wirkt abschreckend +++


Das ist Sankt Peter-Ording:

  • Sankt Peter-Ording (SPO) liegt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein
  • Besonders die Mischung aus viel Strand, Meer und Dünen macht den Küstenort so beliebt
  • Sankt Peter-Ording (SPO) gehört zum Nationalpark Wattenmeer auf der Halbinsel Eiderstedt
  • Der Ort weist als einziges der deutschen Seebäder eine eigene Schwefelquelle auf und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“

Problematisch seien dabei auch die kurzfristigen Abmeldungen einzelner Rettungsfahrzeuge. Der Verlag schätzt, dass bis zum Jahresende 329 Notarztfahrzeuge, Rettungstransportwagen und Krankentransportwagen ausfallen könnten. Das wären fast 34 mehr als im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2019 sogar 69 mehr Ausfälle, vor allem durch Krankheit und Personalmangel.

Darauf müssen sich Menschen in St. Peter-Ording einstellen

Dennoch hätte man in den vergangenen Jahren 83 – 85 Prozent der Einsätze in der gesetzlich vorgegebenen Zwölf-Minuten-Hilfsfrist absolviert, erklärte Hans-Martin Slopianka. In der Region Nordfriesland erschwert eher die ländliche Strukturierung einen schnellen Einsatz.


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Einwohner und Urlauber sollten sich aber darauf einstellen, dass es hier und dort etwas dauern könnte. Für etwas Personalnachschub werde aktuell aber gesorgt, erklärte der Sprecher. Nordfriesland-Sprecher Slopianka berichtet dem „shz“, von neun Rettungssanitätern und 17 Notfallsanitätern, die in Ausbildung seien. So kann auch in Zukunft ein schneller Rettungseinsatz gewährleistet werden, wenn jemand den Notruf wählt. (msk)