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Schleswig-Holstein: Dieser Ausblick von Daniel Günther bedeutet eine harte Zeit! „Mindestens für die nächsten drei Monate“

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Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, macht den Bürgern wenig Hoffnung. Foto: imago images / Political-Moments

Vor einigen Wochen noch glänzte Schleswig-Holstein mit niedrigen Infektionszahlen – das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Ministerpräsident Daniel Günther hat wenig Hoffnung, dass sie die Situation bessert.

„Das ist der härteste Teil der Krise, durch den wir jetzt gehen“, sagt der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Laut dem Politiker würden die kommenden Woche und Monate noch einmal sehr hart werden.

Schleswig-Holstein: 2021 noch strengere Corona-Schutzmaßnahmen?

Gegenüber der deutschen Presseagentur (dpa) schließt der Ministerpräsident auch für das nächste Jahr harte Corona-Schutzmaßnahmen nicht aus.

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„Niemand kann derzeit ausschließen, dass wir getroffene Maßnahmen nachjustieren müssen, weil sich die Situation anders als erhofft entwickelt“, sagte der Daniel Günther und fügte hinzu: „So realistisch muss man mindestens für die nächsten drei Monate bleiben.“

Schleswig-Holstein: „Müssen demütig bleiben“

Auch wenn das bevorstehende Impfen und das Frühjahr mit längeren Aufenthalten im Freien hoffnungsfrohe Signale seien, „müssen wir dennoch demütig bleiben: Es ist nicht möglich, eine ganz verlässliche Perspektive zu bieten“, sagte der CDU-Politiker.

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Auch Schleswig-Holstein sei binnen weniger Tage von leicht sinkenden Infektionszahlen plötzlich in ein exponentielles Wachstum geraten: „Wer will da eine Langfrist-Prognose abgeben? Da muss man situationsbedingt agieren“.

Aus Günthers Sicht hat sich Deutschland in der Pandemie gut bewährt. Das gelte auch im Hinblick auf seine föderalen Strukturen und die Leistungsfähigkeit auch der unteren Verwaltungseinheiten, die eine solche Krise managen könnten.

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Im Rückblick hätte man die eine oder andere Entscheidung vielleicht anders treffen können.

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Das ist Schleswig-Holstein:

  • Schleswig-Holstein ist Deutschlands nördlichstes Bundesland
  • Die Landeshauptstadt Kiel ist mit rund 247.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner
  • Fehmarn ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins und die größte des Bundeslandes
  • Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland gehört zu Schleswig-Holstein
  • Zu Schleswig-Holstein gehören die bei Touristen beliebten nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr
  • Mit knapp 100 Kilometern Länge durchquert der Nord-Ostsee-Kanal ganz Schleswig-Holstein

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„Aber angesichts der Dimension dieser Pandemie hätte kein Land darauf perfekt eingestellt sein können“, so Günther. Auf die zweite Welle seien Bund und Länder in vielen Bereichen deutlich besser vorbereitet gewesen als auf die erste. So sei es zum Beispiel möglich gewesen, Schulen und Kitas lange offen.

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Schleswig-Holstein: Impfzentren sind einsatzbereit

Dass es wegen der hohen Infektionszahlen jetzt einen harten Lockdown mit schärferen Kontaktbeschränkungen sowie Schließungen von Geschäften und Schulen geben müsse, sei bitter.

„Wir hätten uns gewünscht, auch mit den weniger harten Maßnahmen erfolgreich zu sein“, erklärte Günther und fügte hinzu:

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„Aber in Krisen wie dieser muss man manchmal eben auf Sicht agieren und auch einmal Entscheidungen revidieren – dies bleibt bei einer solchen Herausforderung nicht aus.“

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Außerdem seien die Impfzentren einsatzbereit. „Abhängig von der verfügbaren Impfstoffmenge werden wir entsprechend der Priorisierung der Ständigen Impfkommission aber zuerst mit den mobilen Teams in den Pflegeeinrichtungen mit besonders gefährdeten Personen mit dem Impfen beginnen“. (dpa/oa)