Schleswig-Holstein: Dieser Mann hat eine Botschaft an die Menschen in Kiel – „Kotzt mich tierisch an“

Auch in Kiel (Schleswig-Holstein) war wegen Corona zeitweise sehr wenig los auf den Straßen – das hat sich jetzt wieder geändert
Auch in Kiel (Schleswig-Holstein) war wegen Corona zeitweise sehr wenig los auf den Straßen – das hat sich jetzt wieder geändert
Foto: imago images/penofoto

Kiel. Ein Mann hat eine wichtige Botschaft an die Menschen in Schleswig-Holstein denn seit einigen Monaten ist sein ohnehin schwieriger Alltag noch härter für ihn geworden.

Der Mann aus Kiel, Schleswig-Holstein, ist nämlich sehbehindert. Und das wird aktuell zu einem enormen Problem für ihn.

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Schleswig-Holstein: Berührender Bericht

„Ich weiß, dass die derzeitige aktuelle Situation für uns alle unangenehm ist“, schreibt der Kieler auf Facebook. „Aber eines kotzt mich tierisch an, und das ist teils die Aggressivität einiger Menschen.“

„Ich will nun nicht so tief ins Details meiner Erkrankung gehen, aber ich sehe nur noch auf einem Auge, und habe somit kein räumliches Sehen mehr“, heißt es in seinem Beitrag weiter.

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Das ist Schleswig-Holstein:

  • Schleswig-Holstein ist Deutschlands nördlichstes Bundesland
  • Die Landeshauptstadt Kiel ist mit rund 247.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner
  • Fehmarn ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins und die größte des Bundeslandes
  • Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland gehört zu Schleswig-Holstein
  • Zu Schleswig-Holstein gehören die bei Touristen beliebten nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr
  • Mit knapp 100 Kilometern Länge durchquert der Nord-Ostsee-Kanal ganz Schleswig-Holstein

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„Zudem bin ich hochgradig sehbehindert, da ich auf dem verbleibenden Auge recht schlecht sehen kann.“

Mann aus Schleswig-Holstein sieht nur wenig

Da kommt es häufiger mal vor, dass er versehentlich jemanden anrempelt beim Einkaufen oder auf der Straße. Einfach, weil er den anderen nicht sehen konnte.

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Doch momentan „reagiert man mir persönlich gegenüber sehr aggressiv und schubst mich sogar teils weg, und sagt noch, ich solle Abstand halten“, berichtet der Mann verletzt.

Schleswig-Holstein: Mann ist ratlos

Zu solch unglücklichen Zusammenstößen käme es manchmal, „weil ich diese Person nicht gesehen habe, da er von meiner blinden Seite den Weg kreuzt.“

Der Mann weiß nicht, was er noch tun soll, er schreibt auf Facebook: „Ich habe schon extra einen Button an meinem Körper (Gelb mit drei schwarzen Punkten), der signalisiert, dass ich sehbehindert bin. Aber selbst mit so einem Button wird man teils sogar noch dumm von der Seite angemacht“.

Mann aus Schleswig-Holstein hat eine Bitte

Natürlich achten gerade jetzt, wo die Corona-Zahlen wieder steigen, die Menschen besonders auf den Sicherheitsabstand. Aber manche Mitbürger können das nicht so gut, wie sie gern würden ohne böse Absicht.

„Daher meine Bitte an euch, bedenkt bitte auch, dass diese aktuelle Situation für behinderte Menschen welcher Art auch immer derzeit sogar anstrengender ist als für die, die keine Einschränkungen haben!“ (wt)