Schleswig-Holstein: Szenen wie im Film in einer Kleinstadt – weil ein Jungbulle völlig durchdreht

Der Jungbulle in Schleswig-Holstein musste letztlich erschossen werden (Symbolfoto).
Der Jungbulle in Schleswig-Holstein musste letztlich erschossen werden (Symbolfoto).
Foto: imago / Thomas Müller

Damit ist nicht zu spaßen: Wenn Tiere durchdrehen, sind sie meist nicht aufzuhalten. Am Wochenende soll in Schleswig-Holstein ein freilaufendes Rind sein Unwesen getrieben haben.

Doch nachdem mehrere Meldungen von Spaziergängern in Schleswig-Holstein bei der Polizei eingingen und diese sich auf die Suche nach dem vermutlich entlaufenen Rind machten, war dieses unauffindbar.

Schleswig-Holstein: Jungbulle treibt sein Unwesen

Anfragen bei örtlich ansässigen Landwirten in Trittau ergaben keine Hinweise auf ein vermisstes Tier. Gegen 11 Uhr meldeten Einwohner aus Hamfelde dem Polizeinotruf einen Jungbullen in der Dorfstraße. Als die Beamten den Einsatzort erreichten, trafen sie auf einen Anwohner der versuchte das Tier auf einem Privatgrundstück in der Billstraße in Schach zu halten.

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Kein leichtes Unterfangen: Der Versuch den Bullen festzuhalten gelang auch mithilfe der Kollegen nicht und das Tier rannte zurück auf die Straße. Der Jungbulle wurde laut Polizei zunehmend aggressiver. Zum Schutz der Passanten begleiteten die Polizeibeamten das Tier durch den Ort und warnten über Außenlautsprecher.

Bevor der Bulle auf die vielbefahrene Möllner Landstraße gelangen konnte, stellten sich die Beamten dem Tier entgegen und ihren Streifenwagen quer vor die Kreuzung. Der Jungbulle rannte nun auf einen Beamten zu, der sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen konnte und sich dabei leicht verletzte.

Der Bulle rammte das Heck des abgestellten Streifenwagens und beschädigte diesen erheblich, bevor er zurück in die Dorfstraße lief und auch hier Menschen gefährdete, indem er auf diese direkt zugelaufen kam.

Schleswig-Holstein: Das Tier musste erschossen werden

Eine Mutter mit Kinderwagen konnte sich erst im letzten Moment hinter einem abgestellten Fahrzeug in Sicherheit bringen. Der Bulle flüchtete durch einen Garten in das angrenzende Waldgebiet der Hahnheide. Auf einem Waldweg rannte das Tier auf zwei Radfahrer zu und stieß einen der beiden von seinem Rad.

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Der Radfahrer blieb unverletzt, sein Fahrrad wurde beschädigt. Auf einer nahegelegenen Anhöhe blieb das Tier plötzlich stehen. Um weitere Gefahren durch den Jungbullen auszuschließen, musste das Tier von den Polizeibeamten erschossen werden.

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Der betroffene Landwirt konnte ermittelt werden. Warum das Tier von seiner Weide entkommen konnte, ist bisher ungeklärt. Die Höhe der verursachten Sachschäden steht noch nicht fest.