Sylt: Bürgermeister zeigt Bilder von großem Problem – und macht Ansage an alle

Der Bürgermeister von Sylt spricht ein Problem an, das in ganz Deutschland präsent ist (Symbolbild).
Der Bürgermeister von Sylt spricht ein Problem an, das in ganz Deutschland präsent ist (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa & Foto: Geisler-Fotopress/Hardt

Sylt hat ein Müll-Problem – nicht erst seit diesem Jahr. Doch in den vergangenen Wochen und Monaten ist es häufig thematisiert worden. Auch, weil feierwütige Menschen immer wieder bergeweise Abfall am Strand zurücklassen.

Das schockiert nicht nur das Reinigungspersonal, sondern auch den Bürgermeister, der sich kürzlich mit einer eindringlichen Botschaft zu Wort meldete (MOIN.DE berichtete). Nur wenige Tage später richtet Nikolas Häckel einen weiteren Appell an alle Menschen auf Sylt.

Sylt: Noch mehr Müll auf der Insel

Er spricht eine Sache an, mit der nicht nur die Insel, sondern ganz Deutschland zu kämpfen hat. Das Bild, das er dazu bei Facebook geteilt hat, zeigt Einweg-Becher.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde

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Szenen, wie sie im ganzen Land zu sehen sind. Pappbehälter mit Plastik-Deckeln, die achtlos in die Natur geworfen werden, sich am Straßenrand stapeln oder aus überfüllten Mülleimern quellen. Bis zu 320.000 Becher werden laut Bundesministerium für Umwelt stündlich in Deutschland verbraucht.

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Das ergibt eine erschreckende Zahl von fast drei Milliarden Einwegbechern. Zu viele, findet auch der Sylter Bürgermeister. „Bitte denken Sie an unsere Umwelt und vermeiden Sie diesen Einweg-Müll“, schreibt er.

Er weist auf die vielen Alternativen hin, die es mittlerweile zu der Einweg-Variante gibt. Thermobecher -oder Kannen, sowie Pfandbecher, die inzwischen an vielen Orten in ganz Deutschland vorhanden sind.

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Das sind die nordfriesischen Inseln:

  • Die nordfriesischen Inseln liegen vor der Westküste Schleswig-Holsteins im nordfriesischen Wattenmeer, einem Teil der Nordsee.
  • Neben den größeren Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm und Nordstrand gibt es kleinere sogenannte Halligen.
  • Sie alle gehören zum Kreis Nordfriesland.

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Nachhaltige Alternative auf Sylt

Auch auf Sylt ist das möglich. Seit 2017 gibt es dort ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go Becher, an dem sich mittlerweile mehr als 50 Betriebe beteiligen. Sie arbeiten mit dem Unternehmen „Recup“ zusammen, das sich mittlerweile in vielen Städten in Deutschland etabliert hat.

Für einen geringen Pfandbetrag kann man bei den teilenehmenden Cafés, Bäckereien und Co. einen der Becher erwerben und ihn nach Benutzen bei einer anderen, teilnehmenden Stelle wieder abgeben.

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Das kommt gut an auf der Insel. Dass noch mehr Menschen davon Gebrauch machen, ist sicher im Sinne des Bürgermeisters. Seine Schlussworte: „Achten wir auf unsere Umwelt, denken wir nachhaltig.“ Dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen. (lh)