Sylt: Einheimische haben eine klare Forderung – doch es kommt anders

Einheimische würden den Tourismus auf Sylt gerne verändern.
Einheimische würden den Tourismus auf Sylt gerne verändern.
Foto: imago images / localpic

Es zieht immer mehr Menschen nach Sylt. Die Insel ist bei Touristen extrem beliebt.

Einige Einheimische sehen eine Grenze erreicht. Die Insulaner, eine Fraktion in der Gemeindevertretung von Sylt, fordern deshalb einen Genehmigungsstopp für neue Hotelbauten. Jetzt wurde über diesen Antrag sowie über den Antrag für ein Tourismuskonzept abgestimmt.

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Sylt: Baustopp für weitere Gästebetten gefordert

„Erstellung eines ganzheitlichen Tourismuskonzeptes und Einrichtung eines begleitenden und lenkenden Tourismus-Fachausschusses“ – um diese Forderung ging es den Insulanern in dem einen Antrag. Um die „rechtliche Prüfung der Möglichkeit eines Moratoriums auf weitere Gästebetten in der Gemeinde Sylt“ in dem anderen.

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Vergangene Woche war der Hauptausschuss der Gemeinde Sylt in Keitum zusammengekommen. Die „Sylter Rundschau“ hat darüber berichtet. Markus Gieppner von den Insulanern hat die beiden Anträge der Fraktion demnach mit deutlich erkennbaren Fehlentwicklungen des Tourismus auf der Insel begründet.

Sylt: Tourismuskonzept wird abgelehnt

Durchgängig hätten die Vertreter der anderen Parteien den Insulanern grundsätzlich Recht gegeben, dass Handlungsbedarf in Sachen Tourismus bestehe.

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Das ist Sylt:

  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Insgesamt lehnte die Mehrheit der Fraktionen aber den ersten Antrag ab. Den zweiten auch. Allerdings knapp: Mit nur einer Stimme Unterschied sprachen sich die Politiker gegen die Prüfung eines Moratoriums durch eine Rechtsanwaltskanzlei aus. Damit war die Idee aber nicht ganz gestorben.

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Der CDU-Politiker Manfred Uekermann hatte eine Anpassung vorgeschlagen, die schließlich eine Mehrheit fand: Anstelle einer Rechtsanwaltskanzlei wurde die Verwaltung der Gemeinde Sylt mit neun zu zwei Stimmen beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten eines temporären Bettenstopps auf Sylt auszuloten.

MOIN.DE hat über das Thema bereits berichtet. Weitere Infos zur Idee eines Bettenstopps auf Sylt findest du >>> hier. (kbm)