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Sylt: Krasse Wendung auf der Insel – Bürgermeister geht zum Angriff über! „Beschämend“

Sylt

Fünf überraschende Fakten zur Insel

Eigentlich sollte auf Sylt mittlerweile wieder alles beim Alten sein. Doch noch ist gar nichts normal auf der nordfriesische Urlaubs-Insel.

Denn Demonstranten weigern sich, ihr Protest-Camp und die Insel zu verlassen. Jetzt wartet der Bürgermeister von Sylt auf die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts, um die Demonstranten „endlich“ von der Insel schicken zu können – und lässt so einiges raus.

Sylt: Punks statt Protz – seit dem 9-Euro-Ticket

Mit dem Entlastungspaket der Bundesregierung wurde in den letzten Monaten auch das „9-Euro-Ticket“ angeboten. Damals befürchtete die Insel Sylt überlaufen zu werden.

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Punks nahmen die in den Medien geäußerte Sorge einiger Insulaner zu Herzen und stürmten bereits am ersten Wochenende nach der Einführung des vergünstigten Bahntickets auf die Nordseeinsel.


Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

Auf Sylt entstanden wilde Szenen – die Insel wurde ganz ungewohnt rebellisch. Statt üblichen Protz gab es Punks, die wild campen und pinkeln.

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Sicher froh war Sylts Bürgermeister schließlich, als das „9-Euro-Ticket“ Ende Oktober auslief. Doch richtig wie früher ist es auf der Insel noch immer nicht. Im Rathauspark campen nach wie vor Demonstranten.

Sylt: Bürgermeister wehrt sich gegen Demonstranten

Das ärgert Bürgermeister Nikolas Häckel, weshalb er Anfang September ein „Vollzugshilfeersuchen zur Räumung des Rathausparks“ an die Polizei stellte.

Sylt gehört dem Pöbel? So hätten es Demonstranten gerne. Der Bürgermeister der Insel findet deutliche Worte. Foto: IMAGO / Andre Lenthe

Seither wird das Ersuchen bei der Polizei geprüft. Die Protestcamper stellten daraufhin einen Eilantrag auf „vorläufigen Rechtsschutz“. Doch dieser wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt.

Demonstranten, Ordnungsamt und Polizei einigten sich am 7. September schließlich darauf, den Park vorm Rathaus binnen drei Tagen zu räumen. Doch das taten sie nicht – Bürgermeister Häckel ist außer sich und äußerte sich nun auf Facebook.

Sylt: Verhalten der Protestcamper ist „bedauerlich und beschämend“

Statt die Insel zu verlassen hatten die Camper einen neuen Antrag gestellt, diesmal aber beim „Oberverwaltungsgericht (OVG)“. Nikolas Häckel hofft indessen, dass das OVG die Entscheidung des Verwaltungsgerichts bestätige, teilte der Bürgermeister auf Facebook mit.


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Das Verhalten der Camper würde den Rechtsstaat „vorführen“ und sei „bedauerlich und beschämend“, erklärte er. Montag will das OVG eine Entscheidung treffen. Dann kann Schluss sein für die Demonstranten und der Bürgermeister wieder aufatmen.