Sylt: Neues Mega-Projekt in den Startlöchern – doch es steht unter keinem guten Stern

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

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Nun also ist es so weit: Die Arbeiten zu einem ziemlich großen Projekt auf der Insel Sylt haben begonnen. Bereits im Vorfeld gab es viel Gegenwind.

Auf einem Gelände mit einer Größe von satten 18 Hektar soll in List auf Sylt ein Wohnkomplex errichtet werden.

Sylt: Neues Bauprojekt startet!

„Ich freue mich, dass nun nach den Zeiten der Planungen und Genehmigungen jetzt zwar noch nicht Nägel mit Köpfen, dafür aber Spaten und Baggerschaufeln mit Erde gemacht werden können“, sagte List Bürgermeister Ronald Benck sichtlich stolz und erleichtert gegenüber der „Sylter Rundschau“.

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Am Donnerstag (12. August) wurden mit dem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten für den „Dünenpark“ eingeläutet. Das Bauprojekt sorgte in der Vergangenheit für reichlich Diskussionsstoff auf der Nordsee-Insel.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Rund um das ehemalige Bundeswehr-Areal entstehen insgesamt rund 300 Wohneinheiten, Miet- und Eigentumswohnungen, Reihen- und Doppelhäuser sowie Grundstücke für Einfamilienhäuser.

Sylt: Auf der Insel entsteht ein Riesenkomplex

In einem weiteren Komplex werden 62 Ferienhäuser mit Reetdach gebaut. Außerdem sind verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen wie eine (sanierte) Schwimmhalle, eine Aula für Veranstaltungen, ein Kindergarten, Co-Working-Space sowie Spiel-, Sport- und Grünflächen geplant.

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Projektentwickler Marc Weinstock verspricht außerdem, dass der Name Dünenpark zum Programm wird und auf 32.000 Quadratmeter Naturflächen mit Heidekraut und Dünengräser entstehen werden. 50 Millionen Euro seien schon für die Entwicklung und Erschließung geflossen. Ingesamt betrage das Investitionsvolumen 250 Millionen Euro.

Nicht jeder auf der Insel war einverstanden mit dem Bauprojekt. Bürger und Politiker der Nachbargemeinden fordern, dass die Zunahme von Verkehr auf der Insel abnimmt und die Glaubwürdigkeit der Investoren in Frage gestellt wird. „Wir haben viel Gegenwind bekommen“, sagte der Lister Bürgermeister beim Spatenstich. „Aber ein Flugzeug startet ja auch mit Gegenwind und erreicht dann die volle Höhe“.

Sylt: Projektentwickler „tierisch genervt“

Projektentwickler Weinstock kritisierte die Sylter Bürgerinitiative „Merret reicht's“. Er habe schon viel Kritik erfahren, es sei aber nie so persönlich geworden wie hier auf Sylt. Das sei schon schmerzhaft gewesen.

„Tierisch genervt“ haben ihn die „Fake-News“, die die Bürgerintiative „Merret reicht’s“ zuletzt vor dem Dünenpark-Spatenstich auf Facebook postete. Dort werde mit falschen Zahlen operiert und Anteile von Mitarbeiterwohnungen und Dauerwohnraum für Insulaner schlecht gerechnet, so Weinstock.

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Es sei schade, wenn man in sozialen Netzwerken „von hinten schießt statt zu offen diskutieren“, sagte Weinstock mit Blick auf die Gegner. Es habe bei diesem Projekt sehr früh und umfassend Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung gegeben. Deshalb habe Weinstock der Bürgerinitiative angeboten, gemeinsam in einer öffentlichen Veranstaltung über die Kritikpunkte zu diskutieren. Dies sei allerdings abgelehnt worden. (oa)