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Sylt: Mann will auf die Insel fahren – jetzt sitzt er stattdessen im Gefängnis

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Bis nach Sylt schaffte es der Mann nicht. Foto: imago images / Waldmüller

Bereits am 12. Dezember konnten Zivilfahndern der Bundespolizei Hamburg einen Serienbetrüger festnehmen, der bereits seit mehr als einem Jahr gesucht wurde. Während seiner Taten gab er sich als Architekt von der Insel Sylt aus.

Dabei täuschte der 73-Jährige seinen Opfern vor, selbst bestohlen worden zu sein. Er verfüge nun über keinerlei Mittel mehr, um seinen Heimweg auf die Insel Sylt antreten zu können. Von den getäuschten Reisenden erhielt er regelmäßig nicht geringe Bargeldsummen, die er dann nicht wie versprochen zurücküberwies.

Sylt: Betrüger mit dreister Masche unterwegs

Zuletzt war er im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Hamburg dadurch auffällig geworden, dass er im November in einem Buchladen im Hamburger Hauptbahnhof lautstark ein Telefonat vorgetäuscht hatte.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug
  • Dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.

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In diesem gab er an, dass ihm als Sylter Architekt sein Auto und die Kreditkarten gestohlen worden seien. Anschließend sprach er in dem Laden ein Ehepaar an, ob sie ihm für die Heimfahrt per Zug nach Sylt Geld leihen könnten.

Ehepaar erinnert sich an Bericht über Sylt-Betrüger

Das aus der Nähe von Rendsburg stammende Ehepaar erinnerte sich jedoch an einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 2019, wo genau dieses Vorgehen beschrieben worden war. Energisch vertrieben sie den Mann und alarmierten die Bundespolizei, doch der Betrüger hatte sich bereits entfernt.

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Mithilfe der Überwachungskameras im Hauptbahnhof konnte ein Bild des gesuchten Betrügers erzeugt werden, anhand dessen die Zivilfahnder den 73-Jährigen an einem Bahnsteig wiedererkennen und festnehmen konnten.

Sylt-Betrüger kommt ins Gefängnis

Nach ihm wurde bereits per Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Hamburg wegen Betrugs gefahndet.

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Zudem gab es 18 offene Fahndungen gegen den Mann, hauptsächlich wegen diverser Betrugsdelikte in ganz Deutschland. Zahlreiche Staatsanwaltschaften waren erpicht darauf, seinen Aufenthaltsort zu erfahren.

Der Mann kam in die Untersuchungshaftanstalt und muss sich nun verantworten, statt auf die schöne Insel zu reisen. (mk)

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