Sylt: Was hier am Strand liegt, lässt die Menschen rätseln – „Eingestürzt oder gesprengt?“

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

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Immer wieder kann man an den Stränden von der Nordsee und Ostsee krasse Funde machen. In den vergangenen Monaten machten vor allem Aufnahmen von Müll die Runde. Das könnte man auch bei diesem Anblick auf Sylt vermuten.

In Rantum liegen an einer Landzunge neben dem kleinen Hafen haufenweise Steine und Bauschutt, Mauerwerk und sogar ein Heizkörper herum. Der Anblick stellt Sylt-Urlauber vor ein Rätsel.

Sylt: Dieser Anblick wirft Fragen auf

In einer Facebook-Gruppe für Insel-Fans hat ein Mann Aufnahmen von dort geteilt. Der Ort sei auch bekannt als „Kapp Trantum“, schreibt er und hat eine Frage „an die Insider“. Der Urlauber möchte wissen: „Was stand dort denn mal? Ist es eingestürzt oder ist es gesprengt worden?“

In den Kommentaren wird deutlich, dass auch andere ähnlich ahnungslos sind. „Das haben wir uns damals auch gefragt“, schreibt eine Frau. „Danke für die Frage. Darüber grübeln wir auch jedes Jahr nach“, fügt eine andere hinzu.

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Da sich keiner darüber beschwert, dass hier Müll am Strand liegt, scheint es also, als habe alles seine Richtigkeit. Aber was ist hier auf Sylt los?

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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DAS ist des Rätsels Lösung auf Sylt

Die Auflösung liefert ein Mann: Im Buch „Sylter Geheimnisse“ von Eva Maria Bast werde auf Seite 105 von den „Ziegelsteinresten“ berichtet. Demnach sei der Bauschutt in den 1960er und 70er Jahren aus Westerland „angekarrt“ worden, um die Hafenmole von Rantum zu befestigen.

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„Es sind überwiegend die Reste der alten Westerländer Hotels und Pensionen, die früher an der Westerländer Promende standen, wo sich heute das ‚Neue Kurzentrum‘ befindet“, berichtet er.

Auch andere Nutzer unterstützen diese Darstellung. Einer schreibt, es handele sich um „vor Jahrzehnten abgeladenen Abbruch, Bauschutt, vorwiegend aus Westerland“. Und ein anderer bestätigt, dass die Mole mit Bauschutt aufgeschüttet wurde.

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„Durchaus interessant, was man dort alles entdecken kann“, sagt er. Damit dürfte das Rätsel auf Sylt nun also gelöst sein. (mk)