Sylt außer Kontrolle – was Touristen hier machen, sorgt auf der Insel für Angst

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

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Was am Pfingstwochenende alles auf der Nordsee-Insel Sylt abging, ist verrückt.

Das 9-Euro-Ticket wurde zum Motivationsgrund für zahlreiche Party-Touristen, die damit nach Sylt reisten. Dort trieben sie dann ihr Unwesen (MOIN.DE berichtete). Es kam schon viel über die Ausmaße ans Licht. Aber war das schon das Ende?

Sylt: Das ist erst der Anfang

Bereits im Zug hatte sich das Klientel deutlich verändert, berichten Schaffner der Deutschen Bahn. Obdachlose stiegen mit ihrem gesamten Hausstand zu, die Partygänger wurden stetig mehr, heißt es.

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Die Massen, die am Wochenende Sylt stürmten, verwandelten die Insel praktisch in ein zweites Mallorca. Vor allem Westerland ist besonders von Randale und Sauf-Gelagen betroffen, und erinnert unweigerlich an das bunte Treiben am Ballermann auf Malle.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

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Der Ballermann ist eine der bekanntesten Gegenden auf Mallorca und bundesweit bekannt für seine lauten Partys – auf Sylt ist so etwas eher ungewöhnlich. In Westerland übernachteten zahlreiche Rabauken sogar auf den Straßen der Innenstadt. Müll und Chaos zogen eine breite Spur durch das den sonst beschaulichen Ort. Vollgekotzte Mülleimer anstatt Salzgeruch und Meeresbrise.

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Auch am Strand zeigten sich schnell Verwüstungen. Schlafende, betrunkene Punks eroberten in großer Zahl die Küstenlinie, im Brunnen der „Dicken Wilhelmine“, einem Wahrzeichen von Westerland, badeten die besonderen Gäste ihre Kampfhunde, wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.

Angst auf Sylt

Musik-Boxen sorgten am Westerländer Strand für Dauer-Beschallung, an erholsamen Sylt-Urlaub war nicht mehr zu denken. Die Promenadenmauer verzierte jemand mit einem vielsagenden Schriftzug: „Punkrock Asozial“. Auch Porsches wurden mit Edding beschmiert.

Eine Gruppe trank Alkohol aus einem Trichter. Ein Mitarbeiter des Sylter Tourismus-Service forderte die Jungs auf, ihre Musik leiser zu machen, Urlauber fühlten sich wohl gestört.

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„Wir hatten ja schon im Zug unsere Musik an und haben mitgesungen. Vier Liter Korn mit Eistee pro Person und drei Paletten Apfelwein haben wir dabei, das haben wir alles in unseren Rücksäcken transportiert“,teilte ein 25-Jähriger stolz mit.

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Eine Verkäuferin am Strand-Kiosk erzählt aufgebracht, wie es am Wochenden eskalierte: „Da haben Punks alles vollgekotzt und sich gekloppt. Die wurden dann wohl auch von der Polizei der Insel verwiesen und mussten abreisen.“ Bei McDonald’s sei der ganze Boden überschwemmt, weil jemand das Klo ruiniert oder verstopft habe, berichtete die „Hamburger Morgenpost“.

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Das Chaos auf Sylt verwundert wenig, denn bereits im Vorfeld riefen Punks, Links-Aktivisten und Party-Meuten zu Randale auf (hier mehr dazu). Nun bangen nicht wenige Lokal- und Gaststättenbetrieber um Langzeitgäste. Denn der Sommer hat erst begonnen. (mae)