Usedom: Urlauber geraten in Streit – „Kann man mittlerweile echt vergessen“

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

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Ein heißes Thema umgibt den Urlaub auf der Insel Usedom und das angrenzende Swinemünde, das zu Polen gehört. Die beiden Seiten sind eng miteinander verbunden, pflegen eine gute Freundschaft. Die Grenzschließungen durch die Corona-Pandemie ließen viele Menschen in der Region traurig zurück.

Klar ist natürlich aber auch, dass man nicht immer einer Meinung ist. Viele Menschen auf Usedom stören sich zum Beispiel gewaltig daran, dass drüben in Swinemünde ein großer Containerhafen gebaut werden soll. Es wird Schlimmes für das Ökosystem in der Region befürchtet.

Usedom: Märkte in Polen sind beliebt

Wer Urlaub auf Usedom macht, der begibt sich auch gerne mal rüber ins Nachbarland. Nicht zuletzt, weil manches dort billiger ist. Grenztourismus, um Geld zu sparen, ist in Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen oder Bayern völlig normal. Vor allem getankt wird gerne in Polen und Tschechien, auch Zigaretten sind begehrt.

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Ein Objekt der Begierde für viele Menschen sind Märkte auf polnischer Seite, die umgangssprachlich deswegen immer wieder als „Polen-Märkte“ bezeichnet werden. Hier werden sich günstige Schnäppchen erhofft. So auch bei einer Urlauberin, die in einer Facebook-Gruppe ankündigte, zum ersten Mal nach Heringsdorf auf Usedom zu kommen. Ihre Frage deshalb: „Gibt es mehrere ,Polen-Märkte'?"

Und danach wird schnell deutlich: Das Thema beschäftigt die Leute nicht nur, es ist auch ein Anlass für diverse größere Meinungsverschiedenheiten. Denn den positiven oder negativen Effekt dieser Märkte bewerten die Menschen sehr unterschiedlich. Einen zentralen „Polen-Markt“ gibt es direkt hinter dem Grenzübergang Ahlbeck.

Usedom: Kritik am Grenz-Markt

„Den ,Polen-Markt' kann ich nicht empfehlen. Geht lieber in die Stadt in die Geschäfte. Das ist besser!", findet ein Mann und kriegt prompt Kontra von einer Frau: „Sie wollte doch nur wissen, ob es nur einen Markt gibt. Und es ist doch jedem selbst überlassen, ob man da hingeht oder nicht. “

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Ein Mann meint: „Teures Hotel in Heringsdorf und billig einkaufen in Polen, das sind mir die Richtigen“. Eine weitere Nutzerin spricht von „Plagiaten“, die es dort zu kaufen gebe, ein Mann meint, auch dort sei mittlerweile vieles überteuert und viele Stände würden die gleichen Produkte anbieten. „Kann man mittlerweile echt vergessen“, schreibt er. „Weil ihr nicht die richtigen kennt“, antwortet ihm eine Frau.

Und auch andere Befürworter melden sich zu Wort: „Einfach mal vorbeischauen und sich seine eigene Meinung bilden. Wir bummeln gerne über den Markt.“

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Usedom: „Es lohnt sich“

Auffällig ist, dass viele Menschen anscheinend meinen, wer auf Usedom Urlaub mache, der müsse auch permanent dort das Meer genießen und in die dortigen Geschäfte gehen – für Ausflüge auf die polnische Seite herrscht hingegen mitunter seltsamerweise wenig Verständnis.

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Die einen finden es keinen Besuch wert, andere schwärmen hingegen nahezu: „Also, ich bin zur Zeit auf Reha in Heringsdorf. Die Samstage werden genutzt, um rüber nach Polen zu fahren. Es lohnt sich. Alles offen, ,Polen-Markt' komplett bestückt und danach zur Promenade am Strand. Ein Traum. Jedem zu empfehlen.“

Wer sich im Urlaub ein eigenes Bild vom „Polen-Markt“ in Swinemünde machen will, der findet diesen gleich hinter dem Grenzübergang in Ahlbeck. Er lässt sich gut zu Fuß gut von der Bahnstation „Ahlbeck Grenze“ erreichen. (rg)