Usedom: Wer auf diese hinterhältigen Typen stößt, sollte schnell die Polizei holen – sie haben Böses vor

In Karlshagen auf Usedom waren dreiste Betrüger erfolgreich. Die Polizei warnt nun vor diesen Anrufen.
In Karlshagen auf Usedom waren dreiste Betrüger erfolgreich. Die Polizei warnt nun vor diesen Anrufen.
Foto: IMAGO / Fotostand / Christian Grube

Wenn sie sich melden, ist Gefahr im Verzug: Betrüger, die es auf das Geld von ahnungslosen Menschen abgesehen haben, werden immer wieder zum Problem. So auch auf der Insel Usedom, wo die Polizei in letzter Zeit eine Vielzahl sogenannter Schockanrufe registrierte.

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern warnt aktuell vor aktiven Betrügern, die in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen mit der Insel Usedom versucht haben, vor allem ältere Menschen zu überlisten.

Usedom und Umgebung: 20 Betrugsmeldungen an nur einem Tag

„Bis Mitte Mai gab es in unserem Zuständigkeitsbereich in diesem Jahr beinahe 400 angezeigte Versuche. Die Dunkelziffer dürfte enorm sein, da viele Angerufene auch einfach auflegen. Dazu kommen noch fast 60 Fälle, in denen der Betrug gelungen ist“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Insgesamt beliefen sich die Schäden auf mehr als 800.000 Euro. Auch bei den erfolgreichen Betrugsfällen geht die Polizei von einer hohen Dunkelziffer aus, da sich viele Opfer schämen würden, auf die Masche hereingefallen zu sein und ihre Fälle daher nicht melden.

Schwerpunkt der Betrüger sei derzeit die Insel Usedom. In mehr als einem Dutzend Fälle habe vermutlich eine Bande aus mehreren Mitgliedern mittels sogenannter Schockanrufe versucht, ältere Menschen zu bestehlen.

+++ Kiel: Sinnlos-Schild auf Bundesstraße sorgt für Ärger! „Auweia“ +++

---------------

10 Reise-Tipps für die Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

---------------

+++ Usedom: Mann darf Urlaub auf der Insel machen, dann gestehen ihm Einheimische etwas +++

Bei einer 80-Jährigen aus Karlshagen waren sie erfolgreich. Die Seniorin ging ans Telefon und wurde von einer männlichen Stimme begrüßt, die sich als Polizist ausgab. Der Mann berichtete, dass ihr Sohn einen Unfall verursacht habe, bei dem ein kleines Mädchen schwer verletzt worden sei. Im Anschluss wurde die Frau mit einem angeblichen Verteidiger ihres Sohnes verbunden, der ihr untermalte, dass dieser nach der Zahlung einer Kaution zwischen 20.000 und 30.000 Euro frei kommen würde.

---------------

Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

---------------

Usedom: Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach Betrügern

Nachdem die Frau das Finanzielle mit ihrer Bank geklärt hatte, übergab sie einem unbekannten Täter schließlich 8000 Euro in einem Umschlag. Der Betrug ereignete sich auf dem Edeka-Parkplatz in Karlshagen. Erst zuhause bemerkte die Frau die fiese Masche und informierte die Polizei.

+++ Deutsche Bahn zur Ostsee: Beliebtes Ticket ist bald Vergangenheit – und die Alternative wird nicht nur für Begeisterung sorgen +++

Diese sucht nun nach dem Unbekannten und bittet Zeugen um Mithilfe. Der Mann war etwa 160 Zentimeter groß, dick, 50 bis 60 Jahre alt und hatte längere dunkle Haare. Hinweise nimmt die Polizei unter der 038378/279224 entgegen. Es sei davon auszugehen, dass sie ein Teil der Betrüger immer noch vor Ort aufhält. Die Anrufe erfolgen hingegen meist aus dem Ausland.

-------------------

Mehr News von der Ostsee:

-------------------

Die Polizei appelliert im Zuge der Meldung an Bankmitarbeitende, Taxifahrer und Verkäufer, besonders aufmerksam zu sein, sollte eine ältere Person möglicherweise auf einen Betrug hereingefallen sein. Besonders vor Lottogewinnen, Unfallmeldungen oder Meldungen über Erpressungen oder Diebstähle wird gewarnt. Zudem informiert die Polizei, dass Beamte niemals Geld sicherstellen würden. (mik)