Usedom: Dieses Bau-Debakel sorgte für Fassungslosigkeit auf der Insel – jetzt wurde es behoben

 Ein Schwimmponton mit einem Kran liegt neben der im Bau befindlichen neuen Seebrücke auf der Insel Usedom.
Ein Schwimmponton mit einem Kran liegt neben der im Bau befindlichen neuen Seebrücke auf der Insel Usedom.
Foto: Jens Büttner/dpa

Eine Brücke führt normalerweise von einem zum anderen Ufer. Bei Seebrücken ist das anders. Sie ragen vom Strand aufs Meer hinaus, hören aber irgendwann auf. Auf Usedom sorgte der Bau der neuen Seebrücke in Koserow erst kürzlich für ordentlich Ärger, denn trotz Neubau soll die Brücke bereits mehrere Schäden aufweisen (MOIN.DE berichtete).

Nun nehmen die Bauarbeiten allmählich Fahrt auf und Besucher konnten das erste Mal die neue Glockenklänge auf Usedom wahrnehmen.

Usedom: Mängel an Seebrücke werden behoben

Die ursprüngliche Koserower Seebrücke war noch keine 30 Jahre alt. Doch nachdem sie wegen erheblicher statischer Mängel zunächst gesperrt werden musste, wurde sie schließlich vor knapp anderthalb Jahren komplett abgerissen.

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Der Neubau kostet mehr als fünf Millionen Euro – und hätte eigentlich schon seit Monaten fertig sein sollen.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Doch eine Schockmeldung kam dazwischen: Das Tropenholz weist einen Pilzbefall auf. Zusätzlich habe es unerwartete Mängel in der Verzinkung des Geländers gegeben, wodurch sich der Bau des neuen Wahrzeichens für Koserow weiter verzögerte.

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Aktuell wird laut Leiterin der Koserower Kurverwaltung, Nadine Riethdorf, das neue Geländer montiert. Parallel verlegt die Baufirma Bodenbeläge, Strom- und Lichtleitungen.

Die neue Brücke soll komplett barrierefrei werden, es entstehen ein „Sonnenuntergangskino“, Sitzgelegenheiten und eine kleine Bühne. „Auch werden Schiffsfahrten auf der Ostsee wieder möglich sein“, ergänzt Riethdorf. Fertig werden solle der Bau nach aktueller Planung im Juni dieses Jahres.

Usedom: Glockenturm soll das neue Highlight werden

„Das Geläut steht für die Glocken der versunkene Stadt Vineta, die vor Koserow untergegangen sein soll“, erklärt die Leiterin der Koserower Kurverwaltung, Nadine Riethdorf. Für sie ist der acht Meter hohe Glockenturm schon jetzt das Highlight der neuen Brücke.

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Highlight der neuen Seebrücke soll schon jetzt der Glockenturm sein: „Das Geläut steht für die Glocken der versunkene Stadt Vineta, die vor Koserow untergegangen sein soll“, erklärt Riethdorf. (dpa/pag)