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Usedom: Wahnsinnige verängstigen die Insel – haben sie jetzt wieder zugeschlagen?

Usedom Zempin
Der Strand von Zempin auf Usedom. Foto: IMAGO / Panthermedia

Man kann es als nichts anderes als Wahnsinn bezeichnen: Seit Wochen werden auf der Insel Usedom trotz großer Trockenheit Brände gelegt (hier mehr dazu). Die Feuerwehr musste schon mehrfach ausrücken und größere Katastrophen verhindern.

Während es in anderen Teilen des Landes wie in Brandenburg verheerende Großfeuer gibt, Millionen Tiere, Umwelt und Menschen gefährdet sind, scheint irgendjemand auf Usedom Spaß daran zu haben, für Leid zu sorgen.

Nächstes Feuer auf Usedom

Nach den zahlreichen Bränden auf der Ostsee-Insel in den letzten Wochen hat es jetzt wieder ein Feuer gegeben. Dieses Mal in wieder in etwas größerer Form.

Wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt, brannte am 2. August gegen 20 Uhr ein Waldstück bei Zempin.

+++ Usedom: Sorge um die Region – jetzt gibt es eine dringende Warnung! „Wichtiger denn je“ +++

Waldbrand in Zempin auf Usedom. Foto: Polizei

Glücklicherweise konnten die eingesetzten Feuerwehren der Umgebung den Brand auch dieses Mal recht schnell löschen.

Zempin wird zur nördlichen Hälfte der Insel Usedom gerechnet. Dort hat es seit 2021 mehrere Brände gegeben, bei denen auch mit Reet gedeckte Ferienhäuser, wie in Karlshagen und Trassenheide, zerstört wurden. Diese Fälle sind laut Polizei noch nicht aufgeklärt worden.


Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck

20.000 Euro Schaden

 Ein Kieferjungbestand wurde auf 500 bis 1.000 Quadratmetern in Mitleidenschaft gezogen. Der zuständige Förster schätzt den eingetretenen Sachschaden auf etwa 20.000 Euro.


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Die zuständige Kriminalpolizei Heringsdorf ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Zuletzt war es auf Usedom am 20. Juli zu vier Bränden innerhalb kürzester Zeit im Bereich der Stadt Usedom gekommen. Ein Baum sowie Ödland wurden in Brand gesteckt. Solche Feuer können sich bei Trockenheit extrem schnell ausbreiten.

Die Waldbrandgefahr liegt in Mecklenburg-Vorpommern nach den letzten Regenfällen im Juli noch nicht wieder so hoch wie im Frühsommer. Auf der Ferieninsel Usedom und im gesamten Südosten bis Güstrow herrscht Warnstufe 3 von 5, also mittlere Brandgefahr. In allen anderen Forstämtern herrscht Warnstufe 2. (dpa/rg)