Usedom: Was hier an der Strandpromenade aufgestellt wird, macht Menschen wütend – „Schon sehr speziell“

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

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An der Strandpromenade in Heringsdorf auf Usedom bot sich Spaziergängern und Flaneuren ein erschreckender Anblick: Ein Panzer.

Dieser ist laut Initiator als Friedenssymbol gedacht, als Zeichen gegen Krieg und Völkermord. Doch die ungewöhnliche Aktion wird nicht gerade positiv aufgenommen – und das nicht nur auf Usedom.

Usedom: Das steckt hinter dem Panzer

Aufgestellt wurde der bunt bemalte Panzer vom Kulturmanager Arne Nowak aus Dresden. In der vergangenen Woche versuchte dieser das Gerät in einer „Blitzaktion“ auf dem Gelände des Historisch-Technischen Museums (HTM) in Peenemünde zu platzieren, berichtet die „Ostsee Zeitung“. Dort waren gerade die New Yorker Philharmoniker zugegen.

Musiker, Konzertbesucher und Gäste des Museums sollten den bunten Panzer sehen. Doch alles ging nach hinten los, denn der Direktor des HTM, Michael Gericke, verbot dem Künstler den Zutritt zum Museumsgelände und drohte, die Polizei hinzuzuholen. Es gebe keinerlei Absprache mit ihm und er werde die Friedenskonzerte des Usedomer Musikfestivals mit den New Yorkern nicht stören lassen.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Usedom: Das Kunstwerk ist offenbar nicht willkommen auf der Insel

Dass das Friedenskunstwerk nicht öffentlich zugänglich gemacht wurde, machte Nowak fassungslos. „Ich war mit dem Friedenspanzer schon an vielen Orten in Deutschland. Dazu gehören das Brandenburger Tor, die Skulptura als größte europäische Skulpturenausstellung, der G8-Gipfel in Heiligendamm, Leipzig, Münster, die europäische Kulturhauptstadt Stavanger. Überall bin ich freundlich aufgenommen, ja sogar bejubelt worden“, sagt Nowak gegenüber der „Ostsee Zeitung“.

Nach Rücksprache mit dem Eigenbetrieb Kaiserbäder durfte der Dresdner seine Kunst stattdessen dort aufstellen. Aber es hielt nicht lange, nach zwei Tagen schleppte die Polizei den bemalten Panzer ab. Der Grund: Kinder kletterten darauf herum und könnten sich dabei verletzten. Arne Nowak hatte offenbar keine offizielle Genehmigung beim Ordnungsamt zum Aufstellen in der Gemeinde eingeholt.

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Auf Facebook gibt es vereinzelt Kritik. Ein Mann teilt ein Foto vom Panzer und schreibt: „Wie man Panzer und Frieden in einem Wort zusammenbringt, ist schon sehr speziell.“

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Arne Nowak sieht keine Verletzungsgefahr in seinem Kunstwerk, er setzt daher weiterhin auf freie Meinungsäußerung und das Grundrecht auf Demonstration, was nach seinen Worten viel zu häufig infrage gestellt werde. Aber er wolle gerne mit der Gemeinde Heringsdorf kooperieren, heißt es bei der „Ostsee Zeitung“. (mae)