Usedom: Riesiges Bauprojekt an der Grenze zu Polen beendet – „Der Wahnsinn“

Einer der Grenzübergänge auf Usedom.
Einer der Grenzübergänge auf Usedom.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Insel Usedom ist auf der polnischen Seite um eine Einkaufszentrum reicher geworden. Und was für eines! Auf mehreren tausend Quadratmetern gibt es sechs große Märkte, viel Gastronomie und eine Tankstelle.

Ein wahres Shopping-Mekka, das nicht nur Urlauber, sondern auch die Einwohner von Usedom begeistert.

Usedom: Rossmann, Baumarkt und Tankstelle

Neben dem Discounter-Supermarkt „Biedronka“ eröffnet noch diese Woche der Baumarkt „Castorama Smart“. Ein Elektronikmarkt, ein Textilengeschäft, eine Rossmann-Filiale und ein Modeladen stehen ebenfalls in den Startlöchern. Das Parkgelände bietet Platz für fast 180 Autos.

+++ Rügen: Hier sollen Urlauber wohnen, aber in diesen Gebäuden wird sicher niemand freiwillig übernachten +++

„Auf dem Gelände wird es Parkuhren geben, die erste Stunde des Einkaufs ist immer kostenlos. Es ist möglich, dass diese Zeit verlängert wird“, erklärt eine Sprecherin des Einkaufsparks der „Ostsee-Zeitung“.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Auch wer zum Tanken über die Grenze kommt, wird fündig. Auf dem Gelände steht eine neue Shell-Anlage mit 20 Zapfsäulen, Waschanlage und künftig auch einer E-Ladestation.

Usedom: „Ist der Wahnsinn“

Bei Besuchern und Anwohnern der Insel Usedom stößt die Eröffnung des Centers zumindest in Sozialen Netzwerken auf große Begeisterung.

„Tja, in Polen läuft halt vieles anders. Was dort in kurzer Zeit gebaut wird, ist der Wahnsinn. Traurig ist, wenn man in Ahlbeck sieht, wie lange sie für die Straßen brauchen“, kommentiert eine Frau unter einem Facebook-Post der „Ostsee-Zeitung“.

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„Passt alles sehr gut zusammen, toll gemacht“, lobt eine anderer Mann, der den Park bereits besucht hat. „Mega! Was hier zu Lande immer nur zerredet wird, macht unser Nachbar! Gut so!“, findet ein Mann.

Noch sind die Planungen für das Gelände nicht abgeschlossen. Auch Büro-, Service-, und Hotelgebäude könnten hier in naher Zukunft entstehen.

Während an einigen Orte auf der Insel gebaut wird, gibt es an anderen Orten wiederum Gebäude, die dem Verfall ausgesetzt sind. Eines davon bietet einen gruseligen Anblick. >>> Hier kannst du mehr dazu lesen. (mik)