Usedom: Zoff auf der Insel! Der Grund ist völlig absurd

Gegenstand des Streits auf Usedom: Ein Mobilfunkmast.
Gegenstand des Streits auf Usedom: Ein Mobilfunkmast.
Foto: picture alliance/dpa & IMAGO / Michael Gstettenbauer

Zwischen den beiden funkt es anscheinend mal so gar nicht. Obwohl es in Stolpe auf Usedom einen neuen Mobilfunkmast gibt, will der nicht so funktionieren wie die Kommune es will.

Dabei geht es auf Usedom nur um wenige Zentimeter. Obwohl dieses Problem einfach gelöst wäre, stellt sich die Deutsche Telekom quer. Nun soll das Verwaltungsgericht entscheiden.

Usedom: Es funkt einfach nicht

Für viele gehört es zum alltäglichen Leben und niemand hinterfragt es mehr: Jederzeit und überall Empfang zu haben. Okay, es gibt natürlich Ausnahmen, vor allen Dingen auf deutschen Autobahnen oder einigen Strecken der Deutschen Bahn. Aber in Stolpe auf Usedom steht und fällt die Verfügbarkeit des Funknetzes mit einer Ausgrabung von 40 Zentimetern.

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Der Bürgermeister von Stolpe äußert sich verärgert über den Sachverhalt (Der NDR berichtet):

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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„40 Zentimeter Ausbautiefe, die uns davon abhalten, die ganz normalen Bedingungen zu haben. Normaler Mobilfunkempfang für die Bürger und Bürgerinnen von Stolpe und Umgebung“, erklärt Falko Beitz (SPD) gegenüber dem NDR.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald möchte die Glasfaserverbindung in einen Meter Tiefe neben der Kreisstraße verlegen lassen. Die Deutsche Telekom möchte allerdings nur bis maximal 60 Zentimeter graben. Aktuell wird der Mobilfunkmast provisorisch per Richtfunk zum Funktionieren gebracht.

Usedom: Streit soll vom Verwaltungsgericht gelöst werden

Die Glasfaserverlegung wäre hierbei allerdings die bessere Lösung. Auf Nachfrage des NDR antwortet der Landkreis Vorpommern-Greifswald:

„Eine um 40 Zentimeter tiefere Verlegung der Leitung bietet bei geringen Mehrkosten einen höheren Schutz vor Beschädigungen.“

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Die Telekom zeigt allerdings keine Einsicht. Nun soll das Verwaltungsgericht entscheiden.

(pag)