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Hamburger SV: Die 6 krassesten Aufreger der HSV-Geschichte – einer ist gar nicht lange her

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Wir haben die größten Aufreger der jüngeren HSV-Geschichte gesammelt. Foto: imago images / Montage: Moin

Hamburg. 

132 Jahre voller Erfolge, Rückschläge und irrer Geschichten hat der Hamburger SV mittlerweile auf dem Buckel. Auch zahlreiche Skandale hat der Club schon überstanden.

MOIN.DE blickt zurück auf die sechs größten Aufreger der jüngeren HSV-Geschichte.

Hamburger SV: Die sechs krassesten Aufreger der Geschichte

6. Emir Spahic: Dem Bosnier eilte schon vor seinem Wechsel an die Elbe der Ruf als „Problemprofi“ voraus. In seiner Zeit bei Bayer Leverkusen hatte er sich da bereits nach einem DFB-Pokalspiel mit einem Ordner geprügelt – und wurde anschließend suspendiert.

In Hamburg erfüllte er alle Erwartungen und leistete sich gleich mehrere Fehltritte. Bereits wenige Wochen nach seinem HSV-Wechsel im Jahr 2015 bezeichnete er Mitspieler als „Pussy“, drohte Lewis Holtby sogar Prügel an. Ein anderes Mal ohrfeigte der Innenverteidiger seinen Mitspieler Pierre-Michel Lasogga – und erhielt eine letzte Warnung von Trainer Bruno Labbadia.

Ein Jahr schaffte der „Bad Boy“ noch, dann wurde er von Neu-Coach Markus Gisdol suspendiert, der den stets brodelnden Vulkan nicht in seiner Mannschaft haben wollte.

5. Alleinherrscher Felix Magath: In einem Chaos von Entlassungen und Personalfragen sorgte der HSV-Aufsichtsrat beinahe für einen riesigen Fan-Aufreger. Felix Magath sollte den enorm strauchelnden Klub im Jahr 2014 vor dem Abstieg bewahren. Dessen Bedingung lautete jedoch: Wenn, dann richtig. Also: Die Vereinslegende wollte nicht nur den Trainerposten, sondern gleichzeitig auch den des Sportchefs übernehmen – und hätte damit alle Befugnisse gehabt.

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Letztlich entschied sich Magath aber gegen ein Engagement. Jedoch nicht, ohne scharf gegen die damaligen Amtsträger zu schießen: „Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen!?“

4. Guerrero-Tritt: Die viertlängste Sperre der bisherigen Bundesliga-Geschichte bekam Paolo Guerrero für seinen Brutalo-Tritt im Jahr 2012 gegen den damaligen Stuttgart-Keeper Sven Ulreich. Im Laufduell kam Guerrero später zum Ball als Ulreich. Statt sich jedoch geschlagen zu geben, sprang er mit den Schuhstollen voraus in die Wade des Gegenspielers – mit absolut keiner Chance auf einen Ballgewinn.

Selbst HSV-Fans mussten zugeben: Für solche Tätlichkeiten wurde die Rote Karte erfunden.

3. Bakery Jatta: Der jüngste Skandal der Liste. Laut Recherchen der „Sport Bild“ solle Bakery Jatta unter falschem Namen beim HSV spielen und zudem älter sein als gedacht. Der als Flüchtling nach Deutschland gekommene Gambier solle sogar bereits als Profi in Afrika gespielt haben.

Infolge der Recherchen aus dem vergangenen Jahr legten mehrere Vereine Protest gegen die Wertung der Partien gegen den HSV ein. Zudem wurde Jatta von zahlreichen gegnerischen Fans ausgepfiffen. Letztlich erwiesen sich die Vorwürfe jedoch als unwahr – Jatta konnte eine beglaubigte Geburtsurkunde vorlegen.

2. Rucksack-Affäre: Dieser Skandal kostete den früheren Sportdirektor des HSV, Peter Knäbel, den Job. Im Hamburger Jenischpark fand eine Altenpflegerin einen Rucksack mit höchstsensiblen Dokumenten rund um den Hamburger SV. Die Daten – darunter Gehaltslisten, Kreditkarten und mehrere Aufzeichnungen aus internen Vereinsabsprachen – gehörten eigentlich Knäbel.

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Sowohl er als auch der Verein erstatten Anzeige wegen Diebstahls gegen die Finderin. Die Ermittlungen wurden ergebnislos eingestellt. Kurios: Angeblich soll sich die Finderin bereits vor Bekanntwerden des Skandals beim Verein gemeldet haben, dort aber am Telefon abgewimmelt worden sein.

1. Wettskandal 2005: Der HSV war einer der leidtragenden Vereine beim Fußball-Wettskandal 2005, einem der größten Bundesliga-Skandale der Geschichte. Schiedsrichter Robert Hoyzer hatte damals bewusst Spiele verschoben, sodass Ergebnisse herauskamen, auf die Mitbetrüger zuvor gewettet hatten.

Das betroffenene HSV-Spiel war das Erstrunden-Pokalspiel der Hamburger gegen den SC Paderborn, bei dem Hoyzer zwei fragwürdige Freistöße sowie eine Rote Karte gegen die Rothosen ausgesprochen hatte. Endergebnis: 4:2 für Paderborn.

Besonders bitter für Hamburg: Die Partie konnte nicht wiederholt werden, da zum Zeitpunkt des Urteils schon zwei weitere Runden der Pokalsaison gespielt waren. Stattdessen erhielt der Klub etwa 2 Millionen Euro Entschädigung. (the)