Hamburger SV: Hrubesch nimmt sich seine Mannschaft zur Brust – „Haben es nicht verdient“

Hamburger SV: Horst Hrubesch konnte es nicht fassen.
Hamburger SV: Horst Hrubesch konnte es nicht fassen.
Foto: imago images/osnapix

„Nicht schon wieder!“ – das dürften sich viele Fans des Hamburger SV gedacht haben, als am Sonntag die Partie gegen den VfL Osnabrück vorbei war.

Anschließend stand fest: Der Hamburger SV wird auch im dritten Jahr in der zweiten Liga nicht aufsteigen können. Wieder hat es sich die Mannschaft in der Rückrunde verspielt. Nach dem Spiel nahm sich Interimstrainer Horst Hrubesch seine Spieler zur Brust.

Hamburger SV enttäuscht erneut

Es nützte am Ende alles nichts. Auch Hrubesch schaffte es nicht mehr, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Zu viele Rückschläge hatte der HSV seit dem Januar erlitten. War man nach der Hinrunde noch Erster, stürzte man anschließend ab. Nur Platz 11 in der Rückrundentabelle ist am deutlich zu wenig.

Die Partie gegen Osnabrück stand sinnbildlich für die Saison. Gegen das Kellerkind gerieten die Hamburger zwei Mal in Rückstand, kämpften sich zurück und kassierten am Ende dennoch den Nackenschlag.

Trainer Hrubesch wollte nach der Pleite nichts beschönigen. „Es tut weh. Eins muss man aber auch klar sagen: Wir haben es auch nicht verdient“, wurde der 70-Jährige deutlich und legte nach: „Ich denke, wenn du so ein Spiel angehst, dann musst du einfach mehr leisten. Das haben wir nicht getan.“

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Dabei war die Stimmung nach dem 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg noch so hoffnungsvoll gewesen. Gegen den VfL war davon nichts mehr zu sehen. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir dieses Spiel so wollten, wie du dieses Spiel von Anfang an spielen musst“, so Hrubesch.

Seine Spieler nimmt er nach der blamablen Vorstellung in die Pflicht. Jeder müsse sich hinterfragen, ob das alles war, was er in diesem Duell gegeben habe.

Hamburger SV kann noch eine entscheidende Rolle spielen

Für den Hamburger SV geht es damit im letzten Saisonspiel gegen Eintracht Braunschweig nur noch um die goldene Ananas. Dennoch kann der Verein noch eine entscheidende Rolle spielen – und zwar im Abstiegskampf.

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Durch den HSV-Patzer ist Osnabrück nämlich an den Braunschweigern vorbeigezogen. Die Eintracht ihrerseits muss nun zwingend gegen die Rothosen gewinnen und auf einen Patzer des VfL hoffen, wenn man noch in die Relegation will. (mh)