Hamburger SV überrascht Fans mit Trikot-Aktion – „Super, dass ihr sowas macht“

5 Gründe, warum der HSV der sympathischste Verein Deutschlands ist

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Auf sportlicher Ebene dürfte so manch ein Fan des Hamburger SV nicht zufrieden gewesen sein. Gegen Holstein Kiel reichte es am Wochenende nur für ein 1:1.

Dafür hat der Hamburger SV seine Fans auf der menschlichen Ebene voll überzeugt. Denn eine Aktion sorgte für viel Zustimmung.

Hamburger SV: Kein Fehler, sondern bewusste Aktion

Der ein oder andere Fan könnte etwas verwundert gewesen sein, als er die Trikots der HSV-Spieler Heyer und Meffert erblickte. Denn statt den normalen Namen zierten die Schriftzüge „Heya“ und „Meffort“ die Trikots. Was erst nach einem peinlichen Fehler aussah, ist vom Hamburger SV bewusst geplant worden.

Die Aktion sei entstanden, um auf die Lese-Rechtschreib-Schwäche hinzuweisen, dafür zu sensibilisieren und zu mehr Toleranz aufzurufen, gab der Verein in der Halbzeit bekannt. In Deutschland seien fast zweimal mehr Menschen von Lese- und Schreibschwierigkeiten betroffen als bislang angenommen.

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Geschätzt 6,2 Millionen Menschen in Deutschland könnten nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben. Davon seien ca. 3 Millionen Menschen von einer Legasthenie, der Lese- und Rechtschreibschwäche, betroffen.

Betroffene vertauschen meist ähnlich aussehenden Buchstaben. Auch Fehler wie eine Konsonantendopplung oder die Groß- und Kleinschreibung seien nicht selten.

Fans begeistert: „Eine richtig tolle Aktion!“

Nach dem Spiel wurden die Trikots an zwei Vereine, welche sich mit LRS beschäftigen, übergeben. Das teilte der HSV auf Twitter mit.

Viele Fans sind begeistert. „Schöne Aktion!“, schreibt ein User. „Eine richtig tolle Aktion! Auch abseits des Sports macht der Verein vieles gerade richtig“, lautet die Meinung eines anderen. „Super, dass ihr sowas macht“, lobt ein weiterer Fan seinen Verein.

Auch die Spieler seien begeistert gewesen. „Vor dem Spiel hat man kurz drauf geguckt, es war ein bisschen ungewohnt", erklärte Moritz Heyer nach dem Spiel im Interview bei „Sky". Ein gutes Zeichen, finde Heyer. „Es ist wichtig, dass man in der Richtung ein Zeichen setzt, ich finde die Idee vom Verein super", solidarisierte sich Heyer mit seinem Klub.

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HSV für jeden – LRS soll keine Hürde sein

Um auch Menschen mit LRS immer auf dem Laufenden zu halten, veröffentlicht der HSV nun regelmäßig Texte in leichter Sprache. Kurze Sätze, einfache und bekannte Wörter sowie Bilder, die das Textverständnis unterstützen, sind wesentliche Kennzeichen von leichter Sprache. Denn der Hamburger SV solle für jeden sein, teilt der Klub mit. (fp)