Hamburger SV: Präsident Marcell Jansen redet Klartext – „Wirtschaftliche Existenz muss...“

Hamburger SV: Präsident Marcell Jansen spricht offen über die Finanzen.
Hamburger SV: Präsident Marcell Jansen spricht offen über die Finanzen.
Foto: imago images/Sven Simon

Nicht nur sportlich ist der Hamburger SV mächtig angeschlagen, sondern auch finanziell. Die Corona-Krise und der zweite verpasste Aufstieg in Folge setzten dem HSV ordentlich zu.

Nach einem Bericht des NDR über die Finanzen hat sich jetzt HSV-Präsident Marcell Jansen zu Wort gemeldet.

Hamburger SV: Jansen zieht Verkauf von Anteilen in Erwägung

Präsident Marcell Jansen schließt zur Überwindung der Finanzkrise im deutschen Profifußball weitere Verkäufe von Anteilen an der Fußball AG des Zweitligisten Hamburger SV nicht aus: „Die wirtschaftliche Existenz muss über allem stehen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der AG und Präsident des HSV e.V. in einem Gespräch mit der am Donnerstag erscheinenden Wochenzeitung „Die Zeit“: „Wir müssten uns doch eher Sorgen machen, wenn sich unser Vorstand nicht mit allen Optionen auseinandersetzen würde.“

Der HSV e.V. hält aktuell 76,2 Prozent der AG-Anteile, Clubmäzen Klaus-Michael Kühne ist im Besitz von 20,6 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Kleinaktionäre. Für einen weiteren Verkauf müsste mit einer Dreiviertel-Mehrheit eine Satzungsänderung des Clubs beschlossen werden.

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Marcell Jansen: „Wir als Präsidium sind verpflichtet...“

Marcell Jansen erklärt: „Wir als Präsidium sind verpflichtet, unseren Beitrag dazu zu leisten, die Mitglieder bestmöglich über alle möglichen Szenarien aufzuklären. Am Ende sind sie es, die eine Entscheidung treffen werden.“

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Der HSV Fußball AG droht unterdessen auch durch die Corona-Pandemie für das Geschäftsjahr 2019/20 ein millionenschweres Minus, das nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 bei knapp acht Millionen Euro liegen könnte. Es wäre das zehnte Jahr in Serie, das die AG mit einem Bilanz-Minus abschließen würde. Eine offizielle Stellungnahme der HSV Fußball AG zu dieser Zahl gab es nicht. (dpa/fs)