Hamburger SV-Spieler Terodde zieht bittere Bilanz nach dem Unentschieden – „Hätten auch verlieren können“

Der Torschütze des Hamburger SV zieht ein nüchternes Fazit nach dem Unentschieden.
Der Torschütze des Hamburger SV zieht ein nüchternes Fazit nach dem Unentschieden.
Foto: imago images/Michael Schwarz

Nürnberg. Der Hamburger SV ist vom Siegkurs abgekommen. Der Erste der 2. Fußball-Bundesliga trennte sich am Samstag nach vier siegreichen Spielen nur mit 1:1 (1:1) vom 1. FC Nürnberg, bleibt aber in der Tabelle vor dem Nordrivalen Holstein Kiel, der beim FC St. Pauli ebenfalls nicht über ein 1:1 hinauskam.

Fabian Nürnberger hatte die Gastgeber in Führung gebracht (14. Minute), Top-Torjäger Simon Terodde glich mit seinem 16. Saisontor aus (33.).

Hamburger SV: Terodde mit ehrlichem Fazit

„Das ist ein gerechtes 1:1“, sagte Terodde bei Sky. „Wir hätten auch verlieren können.“ Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune fand nur mühsam ins Spiel. In der Anfangsphase spielte sie zu bedächtig und verlor mehrfach Zweikämpfe gegen bissige Nürnberger.

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Die Franken erteilten dem Favoriten eine Lektion in schnellem, direktem Spiel. Mit einem Lehrbuch-Konter über Robin Hack und Nürnberger überraschten sie die HSV-Abwehr und gingen in Führung. Schon vier Minuten zuvor hatte Nürnberger eine Probe seines Könnens gegeben, als er mit einem 20-Meter-Schuss die Latte des HSV-Tores traf.

Thioune vertraute jener Mannschaft, die am vergangenen Sonntag mit 3:1 gegen Jahn Regensburg gewonnen hatte. Doch diesmal fehlten ihr Spritzigkeit und Durchschlagskraft.

Hamburger SV nach Tor mutiger

„Trotz der statistisch guten Werte: Unser Spiel war nicht so zwingend wie in den vergangenen Wochen“, resümierte Thioune.

Der Ausgleich fiel aus dem Nichts. Tim Leibold und Bakery Jatta setzten sich über die linke Seite durch, und Terodde spitzelte den Ball gekonnt durch die Beine von FCN-Torhüter Christian Mathenia. Danach wurden die Gäste mutiger.

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Doch im zweiten Durchgang zeigte sich das gleiche Bild wie zu Beginn: Dem Tabellenführer fehlten Bissigkeit und Tempo.

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Mit einer Einzelaktion, gerade durch Tor-Garant Terodde, hätten die Norddeutschen die Partie für sich entscheiden können. Doch es blieb beim gerechten Remis. „Wir müssen uns damit heute zufrieden geben“, sagte HSV-Torhüter Sven Ulreich. (the mit dpa)