Hamburg: Ständig Ärger wegen E-Scootern! Deshalb greift die Stadt jetzt zu DIESEN Maßnahmen

Rücksichtslos abgestellte E-Scooter sind ein Ärgernis. In Hamburg soll jetzt etwas dagegen getan werden.
Rücksichtslos abgestellte E-Scooter sind ein Ärgernis. In Hamburg soll jetzt etwas dagegen getan werden.
Foto: picture alliance / PublicAd

E-Scooter sind ein Thema, welches immer wieder für Diskussionen und Ärger in der Stadt sorgt. In Hamburg gibt es die kleinen Elektroroller seit 2019.

Zahlreiche Beschwerden haben sich seit ihrer Einführung angesammelt. Häufig wegen des nicht konformen Abstellens auf den Gehwegen, die dadurch versperrt werden, oder der rücksichtslosen Fahrweise der Nutzer. Deshalb haben sich die Stadt Hamburg und die Anbieter auf neue Maßnahmen geeinigt.

Hamburg: Großer Ärger über E-Scooter

Wie groß der Ärger über E-Scooter ist, wird in einem Beitrag des NDR deutlich. „Das Abstellen der E-Roller ist eine absolut Frontalkatastrophe. Die werden einfach in die Gegend geschmissen, liegen überall rum“, kommt ein Bürger zu Wort.

Eine Frau findet: „Von mir aus können die weg.“ Und eine andere sagt: „Sie stehen an jeder Kreuzung, dass wir Alten kaum über die Straße kommen.“

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Deshalb werden alle in der Innenstadt ansässigen Betreiber als Pilotprojekt eine zusätzliche, gemeinsame „Fußpatrouille“ einsetzen, um falsch abgestellte Fahrzeuge umzustellen, wie die Verkehrsbehörde am Donnerstag mitteilte.

Hamburg beschließt Maßnahmen gegen falsch abgestellte E-Scooter

Zudem sollen die Nutzer verpflichtet werden, bei der Rückgabe des E-Scooters ein Foto zu machen, das das richtige Abstellen belegt. Teil des Maßnahmen-Pakets ist auch ein zentrales Beschwerdepostfach (hamburg.escooter@fmail.com), um falsch abgestellte Elektroroller zu melden.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Dazu kommen Kontrollen durch Mitarbeiter des städtischen Parkraum-Managements, die den Anbietern in Rechnung gestellt werden.

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„E-Scooter sind vor allem bei jungen Menschen beliebt und können den Mobilitätsmix in Hamburg im Sinne der Mobilitätswende bereichern“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne).

Regelverstöße ziehen in Hamburg nun Bußgelder nach sich

„Sie können aber auch zur Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmende werden, wenn sie achtlos und nicht ordnungsgemäß im öffentlichen Raum abgestellt werden.“ Deshalb soll es künftig auch Bußgelder für ein falsches Abstellen geben.

„Wer mehrfach bei Regelverstößen erwischt wird, wird zuerst ermahnt, aber dann im Zweifel auch von der Plattform gesperrt, sodass er in Zukunft den Service nicht mehr nutzen kann“, erklärt Florian Anders von „Tier Mobility“ beim NDR.

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Gleichzeitig setzt sich Hamburg für bundeseinheitliche Regelungen im Umgang mit den E-Scootern ein, die den Kommunen mehr Instrumente an die Hand geben. Insgesamt sind auf Hamburgs Straßen derzeit rund 9.000 E-Scooter unterwegs.

Zuspruch, aber auch Kritik für die Maßnahmen in Hamburg

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg begrüßt die Maßnahmen. „Aber wir glauben auch, dass da noch viel Luft nach oben ist“, sagt Angelika Antefuhr dem NDR.

So brauche es feste Abstellplätze, außerdem müsse gewährleistet werden, „dass diese Roller nicht auf den Gehwegen ständig im Weg stehen und sicher zur Seite gestellt sind.“

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Auch von der Opposition kommt Kritik. „Viel Getöse, aber leider zu wenig Inhalt“, kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Richard Seelmaecker, die vorgestellten Vereinbarungen. „Wir brauchen klare, eindeutige Regeln, Kontrollen und Strafen.“ (mk mit dpa)