Hamburg: Maßnahme der Stadt sorgt für Ärger! „Kann nur den Kopf schütteln“

Hamburg: Eine Maßnahme der Stadt erregt den Zorn der Anwohner (Symbolbild).
Hamburg: Eine Maßnahme der Stadt erregt den Zorn der Anwohner (Symbolbild).
Foto: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer & imago images

Eigentlich hat es die Stadt Hamburg wohl gut gemeint und wollte ein Problem beseitigen. In Eimsbüttel, genauer gesagt an der Parkallee/Ecke Hansastraße, haben trotz Verbot immer wieder Fahrzeuge kreuz und quer geparkt und damit die Straße verstopft.

Deshalb hat das Bezirksamt Hamburg-Eimbüttel diese Woche dutzende Beton-Poller aufgestellt. Das passt den Anwohner allerdings gar nicht.

Hamburg: Anwohner schäumen vor Wut

Seit Mittwoch stehen die 40 Poller in der Kreuzung, weil sich ein Anwohner beschwert hatte: Kinder und Rollstuhlfahrer müssten sich zwischen Autos hindurchzwängen, die illegal in den Kurven parken.

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Feinkostladenbesitzer Dogan Sarikaya ist sauer. Der LKW, der ihn beliefert, kommt nicht um die Kurve. „Ohne Herz und Hirn. Viel zu gefährlich und zu eng gebaut“, ärgert sich der 35-jähriger Hamburger in der „Bild“.

Weil die Durchfahrt tatsächlich zu eng ist, wurden einige Poller bereits abgebaut und umgestellt. Einigen Anwohnern reicht das nicht. „Das macht mich so wütend. Ich habe eine Initiative gegründet“, sagt Tobias Patitz, der jetzt Unterschriften sammeln will.

Hamburg: „Hier kann ich nur mit dem Kopf schütteln“

Auch von der Politik gibt es Kritik. So fordert die FDP-Fraktion Eimsbüttel, dass die Poller sofort abgebaut werden. „Wir haben deshalb für den nächsten Hauptausschluss am Donnerstag (15. Juli) den Antrag gestellt.

  • 1. Die Betonpoller unverzüglich zu entfernen,
  • 2. vor weiteren Maßnahmen eine Befassung der zuständigen Gremien der Bezirksversammlung Eimsbüttel abzuwarten,
  • 3. in diese jeweiligen Ausschüsse die Vertreter derjenigen Behördenstellen zu entsenden, die diese Maßnahme angeordnet hat. Außerdem sind wir Vertreter des Denkmalschutzamtes, der Wache Sedanstraße und ggf. weitere betroffene Stellen zu der/den Sitzungen einzuladen.“

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Hamburgs FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen zu dem Vorgang: „Hier kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Ein Verwaltung, die so eigenmächtig handelt, kann ich auch als der Verwaltung nahe stehender Bezirksabgeordneter nicht in Schutz nehmen.

Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind zu Recht empört, deshalb stellen wir auch schon nächste Woche eine Eilantrag zum Hauptausschuss zur sofortigen Entfernung der Poller. Wir wollen in Ruhe darüber sprechen. Der jetzige Zustand ist signifikant schlechter als zuvor.“ (oa)