Hamburg: Sie sind überall in der Stadt! Wenn sie dich erwischen, musst du zahlen

Hamburg: Die Waste-Watcher können Müllsündern einen Strafzettel verpassen.
Hamburg: Die Waste-Watcher können Müllsündern einen Strafzettel verpassen.
Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa

Nicht nur in vielen Küstenorten ist Müll ein Problem, sondern auch in Großstädten wie Hamburg. Seit mehreren Jahren schon geht die Hansestadt strikt gegen die Verschmutzung vor. Müllsünder kann das teuer zu stehen kommen.

Seit 2018 sind in Hamburg nämlich die Waste-Watcher unterwegs, die Bußgelder für Sauberkeitsverstöße ausstellen können. Ihre Anzahl hat sich in den letzten drei Jahren mehr als vervierfacht.

Hamburg: Bis zu 7.209 Anzeigen

Im vergangenen Jahr schrieben die 30 Mitarbeiter der Stadtreinigung Strafzettel über 425.416 Euro, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitteilte. Im Jahr 2018, ihrem ersten Tätigkeitsjahr, hatten die Waste-Watcher Verwarn- und Bußgelder in Höhe von 103.468 Euro kassiert.

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Die Zahl der Ordnungswidrigkeitsanzeigen stieg im gleichen Zeitraum von 3.863 auf 16.090. Die Tendenz ist weiter steigend: In den ersten fünf Monaten summierten sich die Sanktionen gegen Müllsünder bereits auf 247.424 Euro. Es wurden 7.209 Anzeigen geschrieben.

Die Aufpasser sind in der Regel nur unter der Woche bis zum Abend in der Stadt unterwegs. Ein nächtlicher Einsatz in Parkanlagen mache keinen Sinn, erläuterte der Senat. Es sei zu dunkel. Außerdem sei das Risiko einer Auseinandersetzung mit alkoholisierten Parkbesuchern in größeren Menschenmengen zu groß.

Hamburg: „Ist noch viel Luft nach oben“

Den Reinigungszustand der Grünanlagen beurteilte der Senat als gut. An Wochenenden mit sommerlichem Wetter und ausufernden Freiluft-Feiern werde bereits früh morgens der Zustand der Anlagen erkundet. Bei Bedarf verständige man die Rufbereitschaft der Stadtreinigung.

Nach Ansicht der stadtentwicklungspolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Frieling, ergibt sich beim Blick auf Parks, Plätze, Straßen und Strände ein anderes Bild. Gerade in den vergangenen Wochen hätten die Vermüllung und die Beschwerden darüber einen neuen Höhepunkt erreicht.

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Der Senat sollte sich fragen, ob die Reinigungsstrategie und die Frequenz zumindest an gut besuchten Hotspots der Stadt ausreichend seien. „Aus Sicht der CDU-Fraktion ist hier noch viel Luft nach oben“, meinte die Abgeordnete. (dpa/oa)