Hamburg: Unbekannte zünden schlafenden Mann an – Polizei sucht dringend Zeugen

Zwei Unbekannte haben in Hamburg die Schlafstätte eines Wohnungslosen angezündet (Symbolbild).
Zwei Unbekannte haben in Hamburg die Schlafstätte eines Wohnungslosen angezündet (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius

Schrecklicher Vorfall am frühen Samstagmorgen in Hamburg-St. Pauli! Leider ist es nicht die erste Tat dieser Art in der Hansestadt, das Entsetzen ist immer wieder groß. Wie kann man so menschenverachtend sein?

Wer auf der Straße lebt und obdachlos ist, hat es ohnehin schon schwer. Es ist gefährlich, es ist kalt und oft auch einsam. Sogar im Schlaf sind Obdachlose leider nicht sicher, wie der Fall aus Hamburg zeigt.

Hamburg: Schlafstätte angezündet

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll in einer Parkanlage an der Seewartenstraße/Bernhard-Noch-Straße beziehungsweise Stichstraße um 6.08 Uhr die Schlafstätte eines Obdachlosen angezündet worden sein.

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Der 39-Jährige schlief neben einem Bürokomplex und dem „Café mit Herz“, einer Hilfseinrichtung für Obdachlose. Zwei Männer sollen dort seinen Schlafsack angezündet haben. Anschließend flüchteten sie laut Polizei in Richtung Reeperbahn und Millerntorplatz.

Glücklicherweise hatte eine Zeugin die Situation erkannt und zog den schlafenden Mann aus dem brennenden Schlafsack und löschte die Flammen. Der 39-Jährige blieb unverletzt.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Hamburg: Zeugen dringend gesucht

Eine Sofortfahndung verhalf leider nicht zur Ergreifung der beiden Täter. Bislang ist lediglich bekannt, dass der eine Mann etwa 185 Zentimeter groß und mit einem dunklen Rollkragenpullover unterwegs gewesen sein soll sowie einer dunklen Jeans. Der zweite Täter hat dunkle Haare.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können oder verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben, sich bei der Polizei unter der Nummer 040/4286-56789 oder an einem Polizeikommissariat zu melden.

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In Berlin sorgte Ende letzten Jahres ein Anschlag auf einen schlafenden Obdachlosen bundesweit für Entsetzen, der in einer U-Bahn-Station mit einer brennbaren Flüssigkeit bespritzt und dann angezündet wurde. Er konnte sich die Kleider gerade noch rechtzeitig vom Leib reißen und erlitt Verletzungen am Rücken.

In Hamburg wurde im Mai das Nachtlager einer Obdachlosen angezündet. Ein Zeuge trat dort die brennenden Reste aus. Die Frau hatte von dem Vorfall nichts mitbekommen und geschlafen. Sie blieb unverletzt. (rg)