Hamburg: Versorgungs-Kollaps in Tierheim, es teilt bittere Worte – „Kaum beachtet“

Huhn im Rollstuhl: Ein Tierheim in Hamburg hat keinerlei Geld mehr – und geht einen drastischen Schritt.
Huhn im Rollstuhl: Ein Tierheim in Hamburg hat keinerlei Geld mehr – und geht einen drastischen Schritt.
Foto: picture alliance / | -

Jeden Tag geraten Tiere in Hamburg in Not. Auch die Igelstation Looki e. V. kämpft an vorderster Front für das Überleben der Tiere. Voller Hingabe engagieren sich die Helfer vor Ort – doch der Verein steht vor einem massiven Problem.

Einen dringenden Hilferuf setzte die spendenfinanzierte Pflegeeinrichtung aus Hamburg nun ab – und will aktuell keine Tiere mehr aufnehmen. Denn die Notlage wird kaum beachtet und spitzt sich dramatisch zu.

Hamburg: Das aus für über 400 Tiere?

Es fehlt an Futter, Aufzuchtmilch und sogar Einmalhandschuhen bei Looki e. V. Das Nötigste ist Mangelware, Sachspenden blieben derzeit komplett aus, berichtet der Verein auf Facebook. Boxen und Gehege von über 400 Tieren platzten bereits aus allen Nähten, das Lager der Krankenstation sei hingegen komplett leer.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Die Versorgung der aktuell aufgenommenen Tiere sei nur noch für etwa einen Monat möglich, schreibt der Verein, eine medizinische Versorgung könne überhaupt nicht mehr gewährleistet werden.

Hamburg: Nicht der erste Fall

Immer wieder hat die Igelstation um Hilfe gebeten. Denn die Finanzierung von Einrichtungen zur Tierrettung ist kostspielig. Im Winter gerieten bereits mehrere Tierheime der Hansestadt in akute Versorungsnot, ein prominenter Leiter ging sogar mit Tierhaltern hart ins Gericht (wir berichteten).

+++ Hamburg: Ukrainer und ihre Helfer werden bedroht – die Nachbarn reagieren sofort +++

Die drohende Versorgungskatastrophe und die aktuen Engpässe haben die Igelstation nun zu einem drastischen Schritt veranlasst. „Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation können wir keine Tiere mehr aufnehmen!“ verkündet der Verein. Das Geld fehle an allen Ecken und Enden, heißt es. Neben der Unmöglichkeit, frisches Futter und Medikamente zu kaufen, sind derzeit noch Arztrechnungen von satten 1200 Euro zu bezahlen.

Hamburg: Es fehlt an allem

Besonders dramatisch: Bereits in der Vergangenheit bat der Verein zur Tierrettung um Spenden, die Bitten blieben weitgehend unerhört. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Igelweibchen mit abgerissenem Fuß eingeliefert. Natürlich half das Team der Rettungsstation, doch allein die Nachversorgung nach der Amputation verschlingt zu viel Geld.

„Wir sind darüber sehr traurig, zumal die Letzten Aufrufe um Hilfe kaum beachtet wurden“ schließt der Verein sein heftiges Posting auf Facebook. Denn die Uhr tickt – sollten nicht umgehend Spenden bei der Pflegeeinrichtung eintreffen, ist für sämtliche Tiere Schluss.

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Als Grund machen die verzweifelten Tierretter den Ukraine-Krieg aus, zumindest indirekt. Denn die Spendenbereitschaft in Richtung Osteuropa scheint derzeit einfach größer. Der Fokus scheint sich verschoben zu haben – angesichts der grauenhaften Situation in der Ukraine verständlich.

Hamburg: So kannst du helfen

Doch die Probleme vor der eigenen Haustür sollten nicht leichtfertig abgetan werden, da sind sich nach dem erneuten Hilferuf wieder etliche sicher. Immerhin haben sich auf Facebook schon zahlreiche Menschen dazu bereiterklärt, zu helfen, einige haben sogar schon Geld gespendet. (wip)

Wenn auch du helfen willst, kannst du das vor Ort oder über eine Geldspende tun:

LOOKI e.V., Igelstation Bergedorf, Pollhof / Gartenweg 3, 21029 Hamburg

Spendenkonto: Looki e.V. IBAN: DE10 2005 0550 1085 2139 30 BIC: HASPDEHHXXX