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Hamburg: Vater zieht mit seiner Familie weg – weil er das hier nicht mehr erträgt

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Ein Vater aus Hamburg entschiedet sich Hamburg den Rücken zu kehren und in das Umland zu ziehen. Foto: imago images / Panthermedia

Hamburg. 

Nach Hamburg zieht es nicht nur Touristen. Jährlich verlegen auch Tausende Menschen ihren Wohnsitz in die Hansestadt.

Das ändert sich jedoch langsam. Zwar zieht immer noch eine große Anzahl an Menschen nach Hamburg, doch immer mehr entscheiden sich auch dazu, die Hansestadt zu verlassen. Einer von ihnen ist Andy Seinsch. Er hat sich bewusst dafür entschieden, die Großstadt zu verlassen. MOIN.DE erzählte er, warum er diesen Schritt gewagt hat.

Hamburg: Hierhin ist der Familienvater gezogen

Andy Seinsch ist 48 Jahre alt und wohnt schon seit knapp fünf Jahren nicht mehr in der Hansestadt. Ihn hat es samt Frau und dem mittlerweile achtjährigen Sohn etwa 30 Kilometer in den Süden von Hamburg, nach Glüsingen, gezogen. Ein Ort in der Gemeinde Seevetal. Gerade mal etwas mehr als 1.000 Einwohner leben hier.

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Vor dem Umzug hat die kleine Familie bereits in den Hamburger Stadtteilen Barmbek und Harburg gewohnt. Doch da gefiel es Andy nicht besonders gut. Ganz im Gegenteil: Der Vater war um das Wohl seines Sohnes besorgt.

Deshalb hat er Hamburg verlassen

„Wir wollten unseren Jungen nicht in Harburg aufwachsen lassen, zu viele soziale Brennpunkte. Richtig raus hätte er dort auch nicht können“, sagt Seinsch zu MOIN.DE. „Daher haben wir uns ein Haus im Umland gesucht. Fündig geworden sind wir in Glüsingen. Die Raten fürs Eigenheim sind nicht höher als die Miete für eine 3- oder 4-Raum-Wohnung in Hamburg.“

Doch auch etwas anderes hat ihn an der Hansestadt gestört. „Hamburg ist einfach zu voll, zu laut, zu dreckig. Was mir in der Hamburg-Zeit wirklich negativ aufgefallen ist: Ich finde, dass es recht wenig Mülleimer in Hamburg gibt“, sagt er.

Das gefällt ihm an seinem neuen Zuhause außerhalb von Hamburg

Sein neues Zuhause im Umland von Hamburg findet er hingegen klasse. „Die Wege zum Einkaufen, zu Sportstätten, zu Kindergarten oder Schule sind nicht länger als in der Stadt. Natürlich ist man auf dem Land schon weitestgehend auf das Auto angewiesen, aber mir persönlich ist eine Autofahrt lieber, als im dichten Gedränge im ÖPNV zu stehen.“

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„Die meisten Wege lassen sich aber auch gut mit dem Fahrrad zurücklegen, was in Hamburg auch nicht gerade so einfach ist“, fügt er hinzu.

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Und noch eine Sache gefällt ihm an seiner neuen Umgebung: „Die Menschen verteilen sich hier auf dem Land auch viel besser, im Stadtpark braucht es nur ein paar Sonnenstrahlen und schon laufen da überall Leute rum, mit ihren Grills und ihren Radios.“

Sein Fazit lautet daher: „Nach knapp fünf Jahren hier im Vorort kann ich sagen, dass ich nichts, aber auch gar nichts bereue – und ich möchte auf keinen Fall zurück in die Stadt.“

Immer mehr Menschen ziehen aus Hamburg

Doch nicht nur Andy Seinsch entscheidet sich bewusst für ein Leben außerhalb Hamburg. Auch viele andere Menschen zieht es aus der Hansestadt in die Vororte.

Wie aus den Zahlen des Statistikamt Nord hervorgeht, zogen im Jahre 2017 rund 100.000 Menschen nach Hamburg, während etwa 83.000 Einwohner die Stadt verließen.

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2018 zogen mit einer Zahl von rund 96.000 Zuzügen weniger Menschen als im Vorjahr nach Hamburg. Dafür verließen jedoch etwa 88.000 Hamburger die Stadt. (kf)