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HVV in Hamburg: Neuer S-Bahn-Waggon löst Wut aus – „Damit ja kein Moment mehr ineffizient ist“

Eine neue S-Bahn sorgt für ordentlich Wirbel…denn was Gästen geboten wird, lässt viele regelrecht ausflippen.

© IMAGO / Lobeca

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Der HVV in Hamburg hat einen neuen Zug eingeführt, der sich um einiges von den anderen Zügen unterscheidet. Zum einen ist er von außen grau – nicht rot.

Doch auch seine Inneneinrichtung ist deutlich anders, als die der anderen Bahnen des HVV in Hamburg. Doch gerade der Innenaufbau des neuen Zugs wird scharf kritisiert.

HVV in Hamburg: Nur noch Augen für den Bildschirm

Auf der Linie S2 in Hamburg setzt der HVV seit Kurzem den „Ideenzug“ ein. Unter der Woche fährt er zwischen Altona und Bergedorf. Dieser Zug ist dafür ausgelegt, dass in ihm gearbeitet werden kann. Es gibt eine Arbeitstheke, Stehhocker, Steckdosen und WLAN. An den Fenstern der Arbeitstheke ist ein großes Display, das Informationen über Anschlusszüge anzeigt.

Beim Halt des Zuges weisen weitere Bildschirme über den Türen die schnellsten Wege zum Ausgang – alles ist dafür ausgelegt, dass während der Zugfahrt nicht einmal aufgeschaut werden muss. Der Bildschirm vor der Nase kann die gesamte Strecke über im Fokus stehen. Für viele offensichtlich nicht erstrebenswert.

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HVV Hamburg: Welle der Kritik

In den sozialen Medien hagelt es massive Kritik. „Klar, damit ja kein Moment mehr ineffizient ist“, schreibt eine Frau in den sozialen Medien und erntet viel Zustimmung. „Jetzt sollen wir also schon erzogen werden, bereits vor der Arbeit für die Arbeit zu arbeiten und nach der Arbeit weiterzuarbeiten. Nein danke“, schreibt ein Mann. Die Idee des Zuges sei Teil der „kapitalistischen Leistungsgesellschaft“, findet eine Frau und ist mit ihrer Meinung nicht allein. Viele sind wütend. Fassungslos.

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HVV in Hamburg
So sieht das Arbeitsabteil des Ideenzugs in Hamburg aus. Foto: Deutsche Bahn

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 „Wir haben mit den Fahrgästen zusammen überlegt, wie die S-Bahn der Zukunft aussehen könnte“, sagt S-Bahnsprecher Christoph Dross dem NDR. Die Rückmeldungen der Fahrgäste sollen in die Vorbereitungen der nächsten Zug-Serie fließen. Es bleibt somit spannend, ob die Kritik an dem „Ideenzug“ die Mehrheit bleibt und, ob und wie sie vom HVV in Hamburg angenommen wird. In den sozialen Medien fällt das Urteil über das Arbeits-Abteil jedenfalls überwiegend negativ aus. (llw)